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ZEW-Studie: Familienunternehmen schlagen Dax-Konzerne

29.04.2019 Alle schauen auf die Großkonzerne, derweil sind Familienunternehmen die wahren Jobmotoren in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt das Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung ZEW.

Business executives giving a thumbs up

Die aktuelle Studie „Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Familienunternehmen“ vom ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, zeigt, dass Familienunternehmen in Deutschland der Jobmotor schlechthin sind. Bild: apops – Fotolia

Der ZEW-Studie zufolge sind 86 % aller privatwirtschaftlichen Firmen Familienunternehmen. Die 500 umsatzstärksten darunter haben 2016 einen Umsatz von 1,1 Billionen Euro erwirtscahftet. Und auch das Wachstum der Familienunternehmen lag zwischen 2016 und 2017 mit 3,7 % deutlich über dem der Dax-Unternehmen (ausgenommen Beiersdorf, Merck und Henkel, die ebenfalls Familienunternehmen sind). Während die 27 Dax-Konzerne, die keine Familienunternehmen sind, zwischen 2007 und 2016 ihre Belegschaft insgesamt um 4 % vergrößert haben, legte die Mitarbeiterzahl der 500 größten deutschen Familienunternehmen um 23 % auf 2,54 Mio. Beschäftigte zu.

Ein Unternehmen gilt als familienkontrolliert, wenn es sich mehrheitlich im Eigentum einer überschaubaren Anzahl von natürlichen Einzelpersonen befindet. Die Studie zeigt, dass der private Wirtschaftssektor von Familienunternehmen dominiert wird: Mehr als 90 Prozent der privaten Unternehmen werden von Familien kontrolliert, 86 Prozent sind sogar eigentümergeführte Familienunternehmen.

(as)

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