Synergien von 200 Mio. Euro pro Jahr

Zusammenschluss von Wintershall und Dea vollzogen

02.05.2019 Nach Zustimmung aller relevanten Behörden haben der Chemiekonzern BASF und die Investmentgesellschaft Letterone den Zusammenschluss ihrer Tochterunternehmen Wintershall und DEA vollzogen. Das neue Öl- und Gasunternehmen soll ab 2022 Synergien von 200 Mio. Euro/a schaffen und bis 2023 eine Produktion von mindestens 750.000 BOE/d erreichen.

Das Feld wird mit der ersten SPAR-Plattform in Norwegen betrieben. (Bild: Wintershall)

Wintershall Dea soll bis 2023 eine Produktion von 750.000 bis 800.000 BOE/d erreichen. (Bild: Wintershall)

Die Vereinbarung ihre jeweiligen Öl- und Gasgeschäfte zusammenzuführen, hatten BASF und Letterone im Dezember 2017 angekündigt und im September 2018 eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Der Zusammenschluss wurde vollzogen, indem Letterone sämtliche Anteile an DEA in die Wintershall Holding eingebracht und neue Anteile von dieser erhalten hat. Die Gesellschaft wird in Wintershall Dea umbenannt und Hauptverwaltungsstandorte in Kassel und Hamburg haben.

BASF hält mehr zwei Drittel

BASF wird 67 % und Letterone 33 % der Stammanteile des neuen Unternehmens halten; dies spiegelt den Wert der jeweiligen Explorations- und Produktionsgeschäfte von Wintershall und DEA wider. Um den Wert des Gastransportgeschäfts der Wintershall abzubilden, soll BASF zusätzliche Vorzugsanteile erhalten. Daraus ergibt sich zu Beginn eine Gesamtbeteiligung des Chemiekonzerns an Wintershall Dea von 72,7 %. In der zweite Jahreshälfte 2020 soll das Unternehmen an die Börse gehen.

2018 erzielte das kombinierte Geschäft von Wintershall und DEA einen Umsatz von 5,7 Mrd. Euro, und und ein Ergebnis nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter von 1,1 Mrd. Euro. Die Integration soll in etwa einem Jahr abgeschlossen sein. Geleitet wird das neue Unternehmen von einem fünfköpfigen Vorstand, Vorstandsvorsitzender und CEO wird der bisherige Wintershall-Chef Mario Mehren. (jg)

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