Mai 2014
| von Michael Häring, Vertriebsleiter Silotechnik, Zeppelin Systems

Für Anlagen­planer und -betreiber
  • Modulare Silos, die aus einzelnen, vorgefertigten Segmenten zusammengeschraubt werden, sind jetzt mit einem Volumen bis 1.000 m3 verfügbar.
  • Kleinere Silos in Modulbauweise können nachträglich mit weiteren Segmenten auf ein größeres Volumen ausgebaut werden.
  • Die Modulbauweise verkürzt die Lieferzeiten, verringert die Transportkosten, ermöglicht vergleichsweise einfache Standortverlagerungen und nachträgliche Umbaumaßnahmen zur Anpassung an andere Schüttgüter.

Geringere Transportkosten
Durch die Verbindungs- und Montagetechnik für diese modularen Silos können die Kosten bei langen Transportwegen, die einen erheblichen Anteil der Gesamtkosten ausmachen, deutlich reduziert werden. Bis zu 30 % weniger Logistikkosten lassen sich dadurch beim Straßentransport erreichen. Ein großer Vorteil ist darüber hinaus, dass sich die Transport- und Montagekosten sehr genau kalkulieren lassen, weil anstatt von Lkw-Schwertransporten Transportcontainer eingesetzt werden können. Die Frachtkosten für 40-Fuß-Container liegen erheblich unter den normalerweise entstehenden Transportkosten – vor allem bei Seefrachten lassen sich sogar bis zu 80 % der konventionellen Transportkosten einsparen. Davon profitieren vor allem Standorte in abgelegenen Gegenden mit schlechter Infrastruktur. Hier waren die Transportkosten für herkömmliche Silos oft nur mit aufwendigen Schwer­transporten zu meistern und entsprechend kostenintensiv. Gleichzeitig werden die typischen Beschädigungen bei Silo-Schwertransporten vermieden.

Modulare Bauweise ermöglicht
Volumenvergrößerung

Das modulare Silosystem kann darüber hinaus an die Anforderungen anpasst werden. Wird mehr Lagerkapazität benötigt, kann das Silo einfach und schnell mit weiteren Schraubsegmenten ausgebaut werden. Auch ein Demontieren und Wiederaufbauen des Silos an einem anderen Ort ist problemlos möglich. Während bei den bisherigen Segmentverbindungen von Montagesilos die mechanische Kraftübertragung über Schrauben, Nieten oder nachträglichen Schweißverbindungen gewährleistet wurde und die Abdichtung über Weichdichtungen aus Gummi, Kunststoff oder durch eine Schweißdichtnaht erfolgte, setzt man beim geschraubten Silo auf ein spezielles Verbindungskonzept, bestehend aus einer T-Stoßverbindung sowie einer innenliegenden Spezialdichtung, so dass das Silo zuverlässig abgedichtet wird, ohne noch zusätzliche Schweißarbeiten durchführen zu müssen.
Mit diesem Verbindungskonzept hat das modulare Silo neben dem TÜV-Zertifikat den Langzeitdrucktest bestanden; somit können diese Silos für viele Lagerstoffe eingesetzt werden. Das Konzept wurde nun auch bei Silos mit einem Volumen bis zu 1.000 m³ angewendet, um auf die steigende Nachfrage nach größeren Lagervolumen bei Kunststoffrohstoffherstellern sowie für Logistikanlagen reagieren zu können.

Kapazitäten für Silo-Fertigung erweitert

Um die steigende Nachfrage bedienen zu können, hat der Hersteller rund 3 Mio. Euro in eine neue Fertigungsstraße für die effizientere und automatisierte Produktion der modularen Silos in Segmentbauweise investiert. Die automatisierte Fertigung, bestehend aus Schweißrobotern, Abcoilanlage, Fräsmaschine sowie eigens dafür entwickelte Schweißvorrichtungen, sichert eine gleichbleibend gute Fertigungsqualität. Eine Besonderheit ist die Abcoilanlage, die Aluminiumcoils mit einem Gewicht von bis zu 10 t verarbeiten kann.
Aufgrund dieser automatisierten Fertigung kann das Einhalten kleinster Toleranzklassen gewährleistet werden. Dies spiegelt sich beispielsweise auch in der Stabilität des Silos wieder: Je genauer die Silogeometrie einem idealen Zylinder entspricht, desto geringer ist die Gefahr des Schalenbeulens. Auch die Flanschverbindungen wurden anhand von FEM-Berechnungen auf die maximalen Lastfälle hin ausgelegt, so dass auch hier gilt: größtmögliche Sicherheit bei optimiertem Materialeinsatz.

Kurze Lieferzeit – schneller im Einsatz

Ein weiterer Vorteil der modularen Bauweise: Die Lieferzeiten können drastisch gesenkt werden. Bereits heute ist die Lieferzeit halb so lang wie die eines konventionell geschweißten Silos, weil nicht nur die Silobaureihe, sondern auch die einzelnen Silosegmente standardisiert wurden. Dadurch reduzierten sich Abwicklungs- und Fertigungszeiten. Darüber hinaus ermöglichte dies eine Fertigung von Silosegmenten auf Lager. Im Auftragsfall müssen diese – unter Berücksichtigung der statischen Vorgaben – nur noch kommissioniert und verschickt werden.

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