Ne-Ra-Palette

Die Ne-Ra-Palette besteht zu 100 % aus wiederverwendbarem, reparier- und recycelbarem Kunststoff (HDPE). (Bild: Tosca)

  • Hochbelastbare Kunststoffpaletten überstehen durchschnittlich 110 Zyklen. Holzpaletten dagegen nur fünf.
  • Pro Lkw lassen sich doppelt so viele Kunststoffpaletten transportieren.
  • Reparier- und recycelbarer Kunststoff sorgt auch für eine bessere Klimabilanz.

Weltweit sind schätzungsweise 5 Mrd. Paletten im Einsatz. 90 % davon bestehen aus Holz, die restlichen 10 % aus Kunststoff, Metall oder Pappe. Bei so vielen Paletten müssen Unternehmen nach Lösungen suchen, um natürliche Ressourcen zu schonen. Die Beschaffung wiederverwendbarer Kunststoffpaletten ist eine einfache Möglichkeit, die Umweltauswirkungen der Lieferkette zu reduzieren.

Um die nachhaltigste Lösung zu finden, muss der gesamte Lebenszyklus der Palette von der Fertigung bis zur Entsorgung betrachtet werden. Die Produktlebensdauer ist eine der wichtigsten Variablen, wenn man verschiedene Paletten vergleicht. Sie berechnet sich aus der Anzahl der Verwendungen eines Produkts bis zur Entsorgung oder dem Recycling. Assets, die in fortschrittlichen Einrichtungen wie dem „Center for Packaging and Unit Load Design“ der Universität Virginia Tech auf Festigkeit, Steifigkeit, Haltbarkeit und Oberflächenabreibung getestet wurden, geben Kunden die Gewissheit, dass wiederverwendbare Kunststoffpaletten für eine lange Lebensdauer ausgelegt sind. Hochbelastbare Kunststoffpaletten können bei beschleunigten Lebensdauersimulationen eine hervorragende Leistungsfähigkeit erbringen und absolvieren durchschnittlich 110 überstandene Fast-Track-Zyklen. Vier von zehn Paletten, die von Tosca, einem Anbieter wiederverwendbarer Verpackungslösungen und Pooling für Lebensmittelversorgungsketten, getestet wurden, konnten das Ergebnis sogar noch übertreffen und erreichten das Testende bei 120 Zyklen voll funktionsfähig. Im Vergleich dazu überlebt eine handelsübliche GMA-Holzpalette durchschnittlich nur fünf Zyklen.

Umweltauswirkungen von Paletten während ihrer Lebensdauer

Ne-Ra-Palette
Tosca hat errechnet, dass jede Ne-Ra-Palette 2,5-mal weniger CO2-Emissionen verursacht als Holzpaletten (basierend auf 500 km und 100.000 Fahrten). (Bild: Tosca)

Diese Testparameter werden zusammen mit den Lebenszyklus-Daten von Ecoinvent, einem in der Schweiz ansässigen Datenanbieter für genaue Lebenszyklus-Analysen (LCA), verwendet, um möglichst genaue Datenmodelle zu entwickeln, anhand derer die Umweltauswirkungen der Paletten während ihrer Lebensdauer berechnet werden können. Der Hersteller setzt auf eine LCA-Methodik. Dank seiner verschachtelbaren, regalfähigen Paletten ermöglicht Tosca es seinen Kunden, mehr als die doppelte Anzahl von leeren Paletten pro Lkw-Ladung zu transportieren. Die für die Anlieferung und Abholung von Paletten erforderlichen Lkw-Kilometer lassen sich damit um mehr als 50 % reduzieren. Verglichen mit Holzpaletten, kommen diese Paletten so zu deutlich besseren Ergebnissen in der LCA.

Lieferketten werden nachhaltiger, wenn man sich für Paletten entscheidet, die zu 100 % aus wiederverwendbarem, reparier- und recycelbarem Kunststoff (HDPE) bestehen, wie die Ne-Ra-Palette. Diese kann zu 100 % recyclelt werden und vermeidet am Lebensende jeglichen Abfall. Der Hersteller hat daraus errechnet, dass jede Ne-Ra-Palette 2,5-mal weniger CO2-Emissionen verursacht als Holzpaletten (basierend auf 500 km und 100.000 Fahrten). Die neue Palette verfügt über ein kufenloses Design, das die Stapelhöhe noch einmal halbiert. Das spart nicht nur Lagerplatz, sondern ermöglicht auch, dass durchschnittlich 660 Paletten mehr in jeden Rückhol-Lkw passen. Ne-Ra hat ein besonders geringes Gewicht von 18 kg, d. h., es können mehr Waren auf die Palette und in den Lkw geladen werden, was die Rentabilität verbessert und die Anzahl der erforderlichen Fahrzeuge und Fahrten reduziert. Die so reduzierte Kilometerleistung und der damit verbundene Kraftstoffverbrauch bedeuten eine direkte Verringerung der CO2-Emissionen und eine Verbesserung der Kosteneffizienz und Nachhaltigkeit bei den Einzelhändlern.

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Kreislaufwirtschaft sichert Nachhaltigkeit

Der Übergang von einer linearen zu einer Kreislaufwirtschaft ist für Unternehmen entscheidend, die ihren CO2-Fußabdruck verringern wollen. Ein traditionelles lineares Modell begrenzt den Produktlebenszyklus auf das Prinzip „Take, Make and Discard“ (Fertigen, Aufbereiten und Entsorgen). Die Kreislaufwirtschaft basiert jedoch auf dem Prinzip, Abfall und Umweltverschmutzung bei der Entsorgung zu vermeiden, Produkte sowie Materialien durch Recycling in Gebrauch zu halten und den Bedarf an neuen Rohstoffen zu verringern.

Die Einführung der Kreislaufwirtschaft für Paletten erfordert aber einen mehrstufigen Prozess, der eine sorgfältige Planung und Umsetzung an jedem Punkt der Wertschöpfungskette erfordert. Dieser umfasst Design, Produktion, Vertrieb, Pooling sowie das Sammeln, Recyceln und Wiederverwenden von Rohstoffen, die dann wieder den nächsten Kreislauf beginnen.

Nachhaltige Verpackungen: der große Überblick

Grafik von Lebensmitteln im Supermarktregal
(Bild: sabelskaya - stock.adobe.com)

Sie wollen alles zum Thema nachhaltige Verpackungen wissen? Klar ist, dass der Bedarf an nachhaltigen Verpackungen in den kommenden Jahren stark steigen wird. Aber das Thema ist komplex: Wann gilt denn überhaupt eine Verpackung als nachhaltig und welche Kriterien müssen dabei künftig erfüllt sein? Alles was man dazu wissen sollte, erfahren Sie hier.

 

Bei Tosca werden für Lebensmittel zugelassene Rohstoffe aus recycelten Kunststoffen bezogen, wobei die Verwendung von ungebrauchtem Material so weit wie möglich begrenzt wird. Das hauseigene Forschungs- und Entwicklungsteam arbeitet eng mit Kunden wie Einzelhändlern und Lieferanten zusammen, um sicherzustellen, dass die Kisten und Paletten haltbar und langlebig sind. Die Wiederverwendung von Assets ist ein entscheidender Aspekt in der Designphase und folgt dem „Design-for-Repair“-Ansatz, der sicherstellt, dass sich beschädigte Paletten und Kisten einfach durch austauschbare Böden und Wände reparieren lassen. Dies ist ein wesentlicher Aspekt, um die Produktlebensdauer zu verlängern.

Eine wiederverwendbare Kunststoffpalette hat eine durchschnittliche Lebensdauer von 10 Jahren und kann Hunderte Male zum Einsatz kommen, bevor sie recycelt werden muss. Darüber hinaus lassen sich Kunststoffpaletten bei Beschädigungen problemlos reparieren. Allerdings können selbst die am besten konzipierten und stabilsten wiederverwendbaren Kunststoffpaletten irreparabel beschädigt werden. In solchen Fällen vervollständigt die Recyclingfähigkeit die Kreislaufwirtschaft. Die Produkte des Palettenherstellers sind zu 100 % recycelbar.

 

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