Juli 2016

Der Verpackungshersteller Huhtamaki setzt mittlerweile mehrere peristaltische Dosierpumpen für verschiedene Aufgaben ein. Bilder: Watson-Marlow

| von Christian Paschen, Commercial Manager Germany, Watson-Marlow Fluid Technology
  • Korrosive Chemikalien können Magnet-Membranpumpen auf lange Sicht beschädigen und Leckagen verursachen. Bei peristaltischen Schlauchpumpen kommt nur der Schlauch mit dem geförderten Medium in Kontakt, und sie kommen ohne wartungsintensive Ventile aus. Sie sind daher eine widerstandsfähige Alternative.
  • Auch bei Dosierpumpen erzielt das peristaltische Förderprinzip die notwendige Förderleistung und Präzision, um Zusätze wie Desinfektionsmittel oder Farbstoffe exakt zu dosieren.

Bei anderen Anwendungen ist dem Betreiber vor allem die Dosiergenauigkeit wichtig, etwa beim Zusatz von Farbstoffen zu den Faserverpackungen. Dabei kommt es auf hohe Präzision an: „Hier benötigen wir eine sehr niedrige Zudosierung, um eine Konzentration von 0,15 bis 0,2 % zu erreichen“, erklärt Prozessmanager Koopmans. „Dabei besteht bei einigen Pumpen die Gefahr, dass es zu Verstopfungen und den daraus folgenden Farbabweichungen kommt, wenn aufgrund der geringen Fördermengen die Drehzahl des Pumpenkopfs zu niedrig ist. Wenn dies eintritt, sprechen wir von einem so genannten ,Show-Stopper‘.“ An dieser Stelle müssen die eingesetzten Pumpen daher absolut zuverlässig sein, doch „bislang konnten wir keinerlei Rückgang der Förderleistung seit der Installation registrieren.“ Das Bedienen der Pumpe fällt einfach aus, regelmäßiges Kalibrieren sei vom Anlagenbetreiber schnell und auch während des laufenden Betriebes durchzuführen, bestätigt Koopmans.
Da sie sich bei der Dosierung des Natriumhypochlorits bewährt hat, erfüllen die mittlerweile 20 installierten Pumpen der Baureihe mittlerweile auch weitere Aufgaben im Werk: Eine dosiert zum Beispiel anstelle der früher verwendeten Magnet-Membranpumpe ein Entkalkungsmittel in einen Wärmeübertrager. Um ein Verstopfen zu verhindern, muss im System immer eine ausreichende Menge des Entkalkers vorhanden sein, daher ist auch hier die Zuverlässigkeit der Pumpe wichtig. Eine weitere Pumpe haben Koopmans und sein Team an einer Polymer-Dosierstation installiert. Die Schlauchpumpe ersetzt dort eine Exzenterschneckenpumpe. Weitere Einsatzzwecke sind noch vorhanden, sagt Koopmans: „Bei elf Produktionslinien mit jeweils bis zu fünf Pumpen gibt es noch viel Spielraum für weitere Installationen.“

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