Dezember 2013
  • Dosierschnecken sind in ihrer Genauigkeit limitiert, da der Schneckengang immer mehrere Gramm auswirft.
  • Der Dosierbehälter ist für alle staub- und pulverförmigen sowie kristalline Produkte geeignet. Auch sehr schwerfließende Produkte können problemlos ausgetragen und dosiert werden.
  • Bei allen Anlagen ist es von großer Bedeutung, dass zwischen Dosierung und beweglichen Waagen eine staubfreie Verbindung herzustellen ist.
Bild: ©Gina Sanders - Fotolia.com

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Dosierschnecken haben ihre Grenzen
Die meisten Dosierschnecken können aber immer nur eines von beidem. Wird ein Produkt einmal als Groß- und ein anderes Mal als Kleinkomponente gebraucht, setzten Betreiber eine große und eine kleine Schnecke übereinander, so dass große Mengen in kurzer Zeit und kleine Mengen möglichst genau dosiert werden können. Trotzdem sind Dosierschnecken in der Genauigkeit limitiert, da der Schneckengang immer mehrere Gramm auswirft. Der Dosierbehälter kann beides: Große Mengen in kurzer Zeit und kleine Mengen grammgenau dosieren. Am unteren Ende des Behälters ist ein Ring, der mit einer Scheibe abgeschlossen wird. Diese Scheibe wird von einer Welle gedreht, die von einem Motor auf dem Deckel angetrieben wird. Mit einer Hubeinrichtung kann die Scheibe gehoben und gesenkt werden. Innerhalb des Rings befindet sich in der Scheibe eine Ringnut, die an einer Einbuchtung des Ringes nach außen tritt. Die Welle wird von einem Außenrohr geführt und am Kegel noch einmal gehalten. Zum Dosieren wird die Scheibe mittels der Hubeinrichtung gesenkt und schnell gedreht, so dass bei Grobdosierung durch einen großen Spalt das Produkt mit großer Leistung ausgetragen wird. Zur Unterstützung befinden sich Auswurfbleche auf der Dosierscheibe. Sobald das Gewicht annähernd erreicht ist, fährt die Scheibe nach oben und verringert den Ringspalt, um den Materialfluss zu reduzieren. Bei größeren Gewichten, wie 50 oder 100 kg, bleibt die Scheibe zur Feindosierung einen kleinen Spalt offen; das genügt, um ± 25 oder 50 g zu erzielen. Je nach Voreinstellung, 10 bis 20 g vor Erreichen des Gewichtes, wird die Scheibe ganz geschlossen und die letzten Gramm werden mit einem Abstreifer aus der Ringnut dosiert. Dadurch können auch sehr kleine Mengen, beispielsweise 10 g, grammgenau entnommen werden. Diese Ausführung ist für alle staub- und pulverförmigen sowie kristalline Produkte geeignet. Auch schwerfließende Produkte können ausgetragen und dosiert werden, denn an der Welle sind noch zusätzliche Rührarme zur Austrags­unterstützung.

Staubdichte Verbindung bringt Vorteile
Der Dosierbehälter ist durch seine staubfreie Verbindung ideal, um beispielsweise fahrbare Waagen oder Chargencontainer zu beschicken, die auf linearen Antrieben oder fahrerlosen Transportsystemen bewegt werden. Falls die Plattformwaage zum Einsammeln von Kleinstkomponenten zu groß ist, kann in den Auslaufkegel des Dosierbehälters eine Kleinkomponentenwaage integriert werden, die dann eine vorgewogene Menge in den Chargenbehälter entleert. Bei großen Gewichten wird durch die offene Klappe direkt in den Container dosiert. Bei allen Anlagen ist es wichtig, dass zwischen Dosierung und beweglichen Waagen eine staubfreie Verbindung hergestellt werden kann, an der auch nach dem Lösen kein Reststaub abfällt, der nach kurzer Zeit die Anlage verschmutzt. Beim Doppelklappenverschluss bleiben beide Flächen staubfrei, da sie sich beim Öffnen gegenseitig abdecken. Die Waage fährt unter den Dosierbehälter, und die Andockeinrichtung fährt hoch, wobei ein Kegel den Anschluss zentriert. Die Abschlussscheibe ist als Saugnapf ausgebildet und deckt den Einlaufdeckel der Waage vollkommen ab. Beim Öffnen wird mittels Vakuum der Deckel angesaugt, und der Verschluss fährt nach oben. Nach Beendigung des Dosiervorgangs fährt der Verschluss nach Lösen des Vakuums mit Federdruck wieder nach unten und presst den Deckel in den Einlauf. Wenn sich die Andockeinrichtung zum Weiterfahren wieder senkt, sind beide Flächen, die Unterseite des Auslaufes und die Oberseite des Einlaufdeckels, staubfrei.

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