Gemischte Bilanz für 2017

Bayer: Monsanto-Übernahme verzögert sich

28.02.2018 Die Monsanto-Übernahme durch Bayer verzögert sich. Außerdem ist das Unternehmensergebnis unter Druck geraten: Vor allem im Agrageschäft und bei rezeptfreien Gesundheitsprodukten musste der Konzern Federn lassen, so die Bilanz für 2017.

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Die größten Übernahmen und Fusionen

Das Geschäft mit Agrarchemie ist unter Druck. Bild: Bayer

Der Gewinn (Ebitda vor Sondereinflüssen) von Bayer sank im vierten Quartal um ein Prozent auf 1,8 Mrd. Euro, der Umsatz um 2,6 % auf 8,6 Mrd. Euro. Für das Gesamtjahr 2017 weist das Leverkusener Unternehmen ein Umsatzplus von 1,5 % (insgesamt 35 Mrd. Euro) und ein Ebitda vor Sondereinflüssen von -0,3 % aus. Allerdings sei das Konzernergebnis um 62 % auf 7,3 Mrd. Euro gestiegen, wobei der Verkauf weiterer Covestro-Aktien 4,7 Mrd. Euro in die Kasse gespült hatte.

Vor allem die Sparte Agrarchemie blieb auf Grund von starken Rückgängen im Brasilien-Geschäft unter Vorjahr und das Segment Consumer Health zeigte laut Bayer eine schwache Geschäftsentwicklung. Dagegen war 2017 für die Sparte Pharmaceuticals ein weiteres Rekordjahr.

Für 2018 gibt sich der Bayervorstand vorsichtig und rechnet bei leichten Umsatzsteigerungen mit einem Ergebnis auf Vorjahresniveau.

Monsanto-Übernahme verzögert sich

Weiterhin verzögert sich die Übernahme des US-Rivalen Monsanto. Bislang war geplant gewesen, den Deal Anfang 2018 abschließen zu können. Nun rechnet der Konzern mit einem Abschluss im zweiten Quartal. Laut Bayer haben zwischenzeitlich mehr als die Hälfte der rund 30 Behörden weltweit grünes Licht für die Übernahme gegeben.

(as)

 

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