Klagewelle im Anmarsch

Bayer/Monsanto: US-Gericht lässt Sammelklagen gegen Glyphosat-Hersteller zu

12.07.2018 Kaum ist der Monsanto-Deal in trockenen Tüchern, droht Bayer in den USA eine Klagewelle: Ein Bundesgericht in Kalifornien hat erstmals Sammelklagen gegen den Hersteller des Unkraut-Vernichters Glyphosat zugelassen.

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Die vorgelegten Hinweise reichten aus, um mehrere Hundert Klagen wegen der Folgen des glyphosathaltigen Präparats Roundup zuzulassen, entschied ein Richter in San Francisco. Über 400 Kläger werfen der Bayer-Tochter Monsanto vor, dass Roundup die Ursache für ihre Krebserkrankungen ist. Die Kläger sind am Non-Hodgkin-Lymphom, einer Form von Lymphdrüsenkrebs, erkrankt. Während die Krebsforscher der Weltgesundheitsorganisation IARC Glyphosat für „möglicherweise krebserregend“ halten, verweist Monsanto auf über 800 Studien und Prüfungen, die die Sicherheit von Glyphosat bestätigen sollen.

(as)

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