PP aus erneuerbaren Rohstoffen

Borealis und Neste kooperieren bei Kunststoff-Kreislaufwirtschaft

17.10.2019 Der Kunststoff-Hersteller Borealis hat mit dem Synthesekraftstoff-Spezialisten Neste eine Kooperationsvereinbarung getroffen. Bereits ab Ende 2019 wollen die Unternehmen Polypropylen aus erneuerbarem Rohstoff produzieren.

Borealis will dazu an den belgischen Standorten Kallo und Beringen Propan nutzen, das mit dem von Neste entwickelten Nexbtl-Verfahren aus biobasierten Ölen und Fetten hersgestellt wird. Das Propan, das in Rotterdam hergestellt wird, soll gleichzeitig Grundlage dafür sein, um weitere Anwendungen basierend auf erneuerbarem PP zu entwickeln. Dies ist das erste Mal, dass Borealis biobasierte Rohstoffe nutzt, um fossile Rohstoffe in der industriellen PP-Produktion teilweise zu ersetzen. Darüber hinaus wird es auch das erste Mal sein, dass die Dehydrierung von erneuerbarem Propan im industriellen Maßstab durchgeführt wird. Das Produkt soll die gleichen Produkteigenschaften wie herkömmliches PP aufweisen und ist vollständig recycelbar.

Borealis und Neste starten strategische Kooperation um Kreislaufwirtschaft und Bioökonomie für Kunststoffe voranzutreiben. Borealis wird ab Ende 2019 Polypropylen aus erneuerbarem Rohstoff mit Nestes erneuerbarem Propan produzieren. Bild: Neste

Borealis und Neste starten eine strategische Kooperation um Kreislaufwirtschaft und Bioökonomie für Kunststoffe voranzutreiben. Borealis wird ab Ende 2019 Polypropylen aus erneuerbarem Rohstoff mit Nestes erneuerbarem Propan produzieren.
Bild: Neste

Die Anlage zur Propandehydrierung (PDH) und die PP-Anlage von Borealis in Kallo ermöglichen es dem Unternehmen, biobasiertes Propylen und damit letztendlich biobasiertes PP anzubieten, dessen biobasierte Inhaltsstoffe physikalisch verifiziert und gemessen werden können. Darüber hinaus wird Borealis in der Produktion in Kallo und Beringen weiterhin den Massenbilanzansatz anwenden, um einen großen Schritt vorwärts zu machen und seinen Kunden sowohl erneuerbares Propylen als auch erneuerbares Polypropylen anzubieten. Der Prozess wird durch die ISCC Plus (International Sustainability & Carbon Certification) zertifiziert, die sicherstellt, dass die verwendeten erneuerbaren Rohstoffe entlang der gesamten Wertschöpfungskette als erneuerbar zertifiziert, nachhaltig produziert und bis zum Ursprungsort rückverfolgbar sind.

(as)

Die größten Chemiestandorte in Deutschland

Loader-Icon