Digitalisierung braucht ein Geschäftsmodell

Erfolgreiche Digitalstrategien für die Prozessindustrie

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28.02.2020 Die Digitalisierung in der Prozessindustrie ist stark innovationsgetrieben. Doch bei manch neuer Technologie stellt sich die Frage: Wo liegt eigentlich der Mehrwert für unser Geschäftsmodell? Erfolgreiche Strategien für die Industrie 4.0 sollten sich daher konsequent danach ausrichten, die wesentlichen Wertschöpfungsketten zu optimieren – wie beim Spezialchemie-Konzern Evonik.

Entscheider-Facts

  • Die Digitalisierung in Produktion und Technik ist stark von neuen Technologien getrieben. Dabei gerät jedoch oft das konkrete Geschäftsmodell aus dem Blick.
  • Digitalstrategien sollten sich daher auf den Mehrwert für die wesentlichen Geschäftsprozesse in der Prozessindustrie konzentrieren – das sind die Supply Chain und der Asset-Lebenszyklus.
  • Die Autoren zeigen dies am Beispiel des Spezialchemie-Unternehmens Evonik.

 

Die Diagnosefunktion für Regelventile, die zu den meistgenutzten Funktionen des Tools Insight Suite AE gehört, wurde um eine Fehlerprognosefunktion erweitert. Diese neue Funktion sagt das Datum voraus, an dem der Zustand eines Regelventils einen voreingestellten kritischen Wert erreichen wird, bei dem davon auszugehen ist, dass eine Störung im Gerät vorliegt.

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Bild: Yokogawa

Bislang konnten Trenddaten eingesehen werden, die auf das mögliche Auftreten einer Anomalie in einem Regelventil hindeuten. Mit dieser neuen Funktion lässt sich nun wesentlicher einfacher bestimmen, wann Abhilfemaßnahmen ergriffen werden müssen, bevor ein Fehler in einem sich verschlechternden Regelventil oder einer anderen dazugehörigen Komponente auftritt. Durch die Angabe des Datums, an dem die Störung voraussichtlich auftreten wird, kann das Wartungspersonal die notwendigen Vorbereitungen treffen und Wartungen und Reparaturen rechtzeitig und zielgerichtet durchführen.

Darüber hinaus unterstützt die PRM-Wartungsalarmfunktion jetzt den Unified Alarms and Conditions Server (UACS), der unlängst in der neuesten Version des integrierten Produktionsleitsystems Centum VP eingeführt wurde. Der UACS von Centum VP entspricht dem Standard ISA 18.2 zum Management von Alarmsystemen speziell in der Prozessindustrie. Mit dieser Erweiterung können Anlagenbetreiber unter Verwendung der neuesten Alarm-Management-Umgebung Benachrichtigungen über Wartungsalarme empfangen.

Außerdem unterstützt die neue Version jetzt auch Windows 10, Enterprise 2019 LTSC (64bit) sowie Office 2019.

 

Weitere Informationen zum PRM

Heftausgabe: März 2020

Über den Autor

Dr. Wilhelm Otten, Senior Project Manager Corporate Projects; Dr. Axel Kobus, Head of Process Technology & Infrastructure, Evonik Technology & Infrastructure
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