Energie & Utilities

Evonik baut Anlage für Silikone in Geesthacht

25.09.2018 Evonik investiert einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag in den Bau einer neuen Multifunktionsanlage am Standort Geesthacht. Es entstehen zusätzliche Kapazitäten für die Herstellung einer Reihe von Silikonen und silanterminierten Polymeren.

Anzeige
Pyrogene Kieselsäure kommt unter anderem in der Silikonindustrie für Kleb- und Dichtstoffe in Gebäuden und Fahrzeugen zum Einsatz. (Bild: Evonik)

Evonik erweitert am Standort Geesthacht seine Produktionskapazitäten für Silikone und silanterminierte Polymere. (Bild: Evonik)

„Die geplante Investition am Standort Geesthacht hat für uns eine wichtige strategische Bedeutung. Wir stärken damit weiter unseren Fokus auf innovative Spezialchemieprodukte“, sagt Dr. Dietmar Schaefer, Leiter des Geschäftsgebiets Interface & Performance bei Evonik. Ende 2019 soll die neue Anlage in Betrieb gehen. Die Polymere, die dort hergestellt werden sollen, vertreibt Evonik unter den Markennamen Polymer VS und Polymer ST. Diese Produkte werden zum Beispiel in Parkettklebern, Klebern für die Wundversorgung oder Verkapselungsanwendungen in der Elektroindustrie verwendet.

„Spielraum für neue Produkte“

Neben zusätzlichen Fertigungskapazitäten entsteht am Standort 30 km vor den Toren Hamburgs eine Einrichtung zur Befüllung von Tankwagen. „Das vereinfacht für unsere Kunden den Liefer- und Lagerprozess, erhöht damit die Effizienz“, sagt Dr. Sabine Giessler-Blank, Leiterin des Produktbereiches Polymer & Construction Specialties. „Die zusätzlichen Fertigungskapazitäten verschaffen uns zudem Spielraum für neue Produkte. So können wir noch besser dazu beitragen, die Leistungsfähigkeit der Produkte unserer Kunden zu steigern und künftigen Ansprüchen im Markt für Kleb- und Dichtstoffe gerecht zu werden.“

Der Evonik-Standort Geesthacht mit rund 100 Mitarbeitern konzentriert sich auf zwei Bereiche: Silikon- und Nanotechnologie. Die additions- und kondensationsvernetzenden Silikone sowie silanterminierte Polymere sind Bindemittel in Kleb- und Dichtstoffen sowie in der Elektronik und in Medizinanwendungen. Die Nanomaterialien auf Siliziumdioxidbasis dienen unter anderem als eigenschaftsverbessende Additive in Faserverbundwerkstoffen, die erfolgreich in der Automobil- und Luftfahrtindustrie eingesetzt werden. (ak)

Loader-Icon