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Gasturbinen-Anlage für Energieautarkie in Höchst

11.11.2011 Im Frankfurter Industriepark Höchst haben die Oberbürgermeisterin der Stadt, Petra Roth, und der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Infraserv, Dr. Roland Mohr, eine neue Gasturbinenanlage im in Betrieb genommen. In die moderne Anlage hat Infraserv Höchst rund 70 Mio. Euro in investiert. Sie ist mit zwei Gasturbinen mit jeweils rund 50 MW elektrischer Leistung ausgestattet - dies würde zur Stromversorgung einer Stadt mit 200.000 Haushalten genügen.

Die Gasturbinenanlage, mit der die Energieversorgungs-Infrastruktur des Industrieparks Höchst weiter optimiert werden soll, wird – ebenso wie das bereits bestehende Kraftwerk – mittels Kraft-Wärme-Kopplung betrieben. Das hat ein besonders hohes Maß an Energieeffizienz sowie einen deutlich reduzierten Kohlendioxid-Ausstoß zur Folge. Denn verglichen mit der konventionellen Stromerzeugung emittiert die Gasturbinen-Anlage 224.000 t weniger CO2 pro Jahr. Einen weiteren positiven Aspekt zieht die Anlage für den Industriepark Höchst nach sich: Aufgrund der Inbetriebnahme ist der Standort weitgehend energieautark.

Dr. Roland Mohr betonte die Bedeutung des 70-Mio.-Euro-Projektes für die Energieversorgung des Standortes. „Mit der Inbetriebnahme dieser Anlage haben wir das Ziel erreicht, weitgehend unabhängig von externen Stromlieferungen zu sein. Diese Unabhängigkeit von den Entwicklungen des Strommarktes ist für unsere Kunden sehr wichtig und ein entscheidender Erfolgsfaktor im globalen Standortwettbewerb von großer Bedeutung.“ Dr. Roland Mohr erklärte weiterhin, dass die Investition in die neue Anlage nur ein Beitrag von vielen Klimaschutzaktivitäten sei. Ein weiteres Beispiel für die Aktivitäten des Standortbetreibers ist die kürzlich in Betrieb genommene Bioerdgas-Aufbereitungsanlage.

Auch Oberbürgermeisterin Roth betont, dass gerade im Bereich der Energieversorgung die von Infraserv Höchst als Betreibergesellschaft realisierten Konzepte zukunftsweisend seien: „Die signifikante Reduzierung der CO2-Emissionen durch die besonders effiziente Energieerzeugung hat eine Vorbildfunktion für andere Industriestandorte und zeigt, wie industrielle Wertschöpfung und praktizierter Klimaschutz in Einklang gebracht werden können.“

Die Kraft-Wärme-Kopplung der Anlage folgt einem einfachen Prinzip: Die beiden Gasturbinen drehen sich mit 6.600 Umdrehungen pro min. Über Transformatoren wird der dabei erzeugte Strom in das Hochspannungsnetz des Industrieparks eingespeist. Die Wärme der 550 °C heißen Gasturbinenabgase wird in dem nachgeschalteten Abhitzekessel genutzt, um pro Stunde 130 t Hochdruckdampf, 30 t Niederdruckdampf und 135 t Heißwasser zu erzeugen. Der Hochdruckdampf wird mit 120 bar in den vorhandenen Dampfturbinen zur Stromerzeugung genutzt. Der Niederdruckdampf wird in das Versorgungsnetz des Industrieparks eingespeist und dient der Versorgung der produzierenden Chemie- und Pharmaunternehmen, die in vielen Produktionsbereichen auf Prozessdampf angewiesen sind.

Die vollständige Mitteilung von Infraserv Höchst lesen Sie hier.

 

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