VDMA-Bericht zum ersten Halbjahr

Inland bremst Armaturenabsatz

03.09.2019 Die weltweite Konjunkturabschwächung war im ersten Halbjahr 2019 auch in der Industriearmaturen-Branche spürbar. So mussten sich nach den Zahlen des VDMA die deutschen Hersteller nach zwei sehr erfolgreichen Vorjahren mit einem mageren Umsatzplus von 1 % zufriedengeben. Im Inland war sogar ein Rückgang von 2 % zu verzeichnen.

China, USA und Frankreich sind weiterhin die wichtigsten ausländischen Absatzmärkte für deutsche Armaturenhersteller. (Bild: VDMA)

China, USA und Frankreich bleiben die wichtigsten Exportmärkte für deutsche Armaturenhersteller. (Bild: VDMA)

Im Ausland konnten die Armaturenhersteller dafür 3,3 % mehr umsetzen. In den ersten sechs Monaten 2019 lieferten die sie Waren im Wert von 2,2 Mrd. Euro ins Ausland. Das Auslandsgeschäft profitierte vor allem von der nach wie vor robusten Nachfrage aus China (+ 5%), der starken Konjunktur in den USA (+ 9,5 %) und der guten Nachfrage aus einigen europäischen Ländern, allen voran Frankreich (+ 9,7 %).

Regelarmaturen mit Aufwind

Die einzelnen Produktgruppen entwickelten sich im ersten Halbjahr anders als im Vorjahr sehr unterschiedlich. Während Regelarmaturen um 8 % zulegten, stagnierte das Geschäft bei Absperrarmaturen und der Umsatz mit Sicherheits- und Überwachsungsarmaturen schrumpfte sogar um 7 %. Insgesamt „hält sich die Branche im Vergleich zu anderen Fachzweigen des Maschinenbaus weiterhin gut“, meint Wolfgang Burchard, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbands Armaturen.

Prognose sieht Plus von 2 Prozent

September 2016

Ein kräftiges Auftragsplus lässt für das zweite Halbjahr hoffen. (Bild: Andrei Merkulov – Fotolia)

Die Aussichten der Armaturenhersteller sind von der sich abzeichnenden Konjunkturflaute in Deutschland und Europa sowie von den Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China geprägt. Dennoch lässt ein Auftragsplus von 7 % im ersten Halbjahr die Hersteller „auf eine Belebung des Geschäfts im zweiten Halbjahr hoffen“, weiß Burchard. Wachstumsimpulse erwarten sich die Hersteller in den kommenden Monaten insbesondere in den Bereichen Nahrungsmittelindustrie, Öl & Gas, Pharma und Tieftemperaturtechnik. Vor diesem Hintergrund rechnet der VDMA weiterhin mit einer moderaten Umsatzsteigerung von 2 %. (jg)

 

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