Lanxess strafft Produkt-Portfolio bei Kautschukchemikalien

28.06.2013 Der Chemie-Konzern Lanxess, Leverkusen, strafft sein Anlagennetzwerk und fokussiert sein Portfolio im Geschäftsbereich Rubber Chemicals. Im Mittelpunkt steht die Bündelung von Produktionsprozessen für Vulkanisationsbeschleuniger, die vor allem in der Reifenindustrie eingesetzt werden.

Lanxess strafft Produkt-Portfolio bei Kautschukchemikalien

Mittelpunkt steht im Segment Performance Chemicals und speziell im Geschäftsbereich Rubber Chemicals von Lanxess die Bündelung von Produktionsprozessen für Vulkanisationsbeschleuniger, die vor allem in der Reifenindustrie eingesetzt werden (Bild: Lanxess)

Die Neuausrichtung dieses Geschäftsbereiches ist Teil eines Maßnahmenpakets zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit an den internationalen Standorten im Segment Performance Chemicals. So übernimmt der nordamerikanische Standort Bushy Park die Produktion des Beschleunigers Vulkacit CZ vom belgischen Werk in Kallo. Im Gegenzug verlagert der Konzern die Produktion für die Beschleuniger Vulkacit DZ und Vulkacit NZ von Bushy Park nach Kallo. Diese Maßnahmen werden im Laufe des Jahres 2014 umgesetzt.

Darüber hinaus strafft der Bereich seine Produktpalette, da einige Produkte das Ende ihres Lebenszyklus im Markt erreicht haben. So stellt der Konzern die Herstellung des Vulkanisationsbeschleunigers Vulkacit MOZ am Standort Kallo im Laufe des nächsten Jahres ein. Auch die Herstellung der Alterungsschutzmittel Vulkanox 3100 und Vulkanox DPPD, die am südafrikanischen Standort Isithebe produziert werden, wird nicht fortgeführt und der Standort geschlossen.

„Mit diesen Maßnahmen steigern wir unsere Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit. Darüber hinaus fokussieren wir unser Portfolio auf innovative, nachhaltige und profitable Produkte, um den Trend zu High-Performance Produkten in der Reifenindustrie auch in Zukunft bedienen zu können“, sagt Luis López-Remón, Geschäftsbereichsleiter Rubber Chemicals bei dem Chemieunternehmen.

Die Mitarbeiterzahl in Bushy Park bleibt nach der Neuausrichtung konstant bei rund 60, in Kallo entfallen 45 von 205 Stellen, und von der Standortschließung in Isithebe sind 40 Stellen betroffen. In enger Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern sollen für die betroffenen Mitarbeiter sozialverträgliche Lösungen gefunden werden.

Der Geschäftsbereich Rubber Chemicals von Lanxess beschäftigt weltweit 560 Mitarbeiter und produziert aktuell an den deutschen Standorten Leverkusen, Brunsbüttel, und Krefeld-Uerdingen sowie in Kallo (Belgien), Bushy Park (USA), Jhagadia (Indien) und Isithebe (Südafrika).

(dw)

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