BP und Rosneft schließen JV-Auflösung ab

Seit Beginn des Jahres ist das Ruhr Oel Joint Venture Vergangenheit. (Bild: BP)

Mit Beginn des Jahres übernehmen BP und Rosneft somit den Betrieb ihrer Raffinerieportfolios unabhängig voneinander. BP hält dann 100 % der Anteile an dem integrierten Raffinerie- und Petrochemiestandort in Gelsenkirchen und am Lösungsmittelhersteller DHC Solvent Chemie in Mülheim an der Ruhr. Damit stärkt BP ihre strategische Position für die Versorgung mit Mineralölprodukten in den Märkten West- und Mitteleuropas, da sie auch alleiniger Eigentümer und Betreiber der Raffinerien in Rotterdam und Lingen ist.

Rosneft ist mit der Auflösung des Ruhr Oel Joint Ventures direkter Teilhaber der Raffinerien Bayernoil, PCK Schwedt und Miro Karlsruhe.

„Wir können unser Raffinerie- und Petrochemiegeschäft mit der neuen Struktur vereinfachen und effizienter gestalten, zum Beispiel durch schnellere Entscheidungswege und höhere Flexibilität beim Rohöleinkauf, bei Investitionen und Logistikprozessen“, erläutert Wolfgang Langhoff, seit 1.1.2017 Vorstandsvorsitzender der BP Europa. „Damit festigen wir deutlich unsere Position als einer der größten Raffineriebetreiber und tragen weiterhin maßgeblich zur Versorgungssicherheit in Deutschland bei.“

Geschichte der Ruhr Oel

Das Ruhr Oel Joint Venture zwischen BP und Rosneft bestand seit 2011. Ruhr Oel wurde ursprünglich 1983 als ein Joint Venture (Anteile 50/50) zwischen Veba Oel und Petróleos de Venezuela (PDVSA) gegründet und seit der Übernahme der Veba Oel durch BP im Jahre 2002 fortgesetzt.

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