Chemie-Tarif: IG BCE weist Arbeitgeber-Angebot als "Provokation" zurück

Die Tarifparteien streiten über die Frage, ob die Beschäftigten in der aktuellen wirtschaftlichen Lage mehr Geld bekommen sollen. (Bild: Mellimage - Fotolia)

| von goebelbecker

Die IG BCE will für die rund 580.000 Beschäftigten  in der chemisch-pharmazeutischen Industrie unter anderem einer Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen sowie ein sogenanntes Zukunftskonto in Höhe von jährlich 1.000 Euro pro Mitarbeiter durchsetzen. Die Chemie-Arbeitgeber stellten stellten sich in den regionalen Runden jedoch auf den Standpunkt, dass es in der aktuellen Rezession keinen Spielraum für Entgelterhöhungen gebe und das Forderungspaket von den Unternehmen nicht finanzierbar sei.

Tarifliche Pflegeversicherung gefordert

„Ein leichter Abschwung ist noch längst keine Krise“, meint dagegen Ralf Sikorski, Verhandlungsführer der IG BCE. „Unsere Forderungen sind auch in der aktuellen wirtschaftlichen Lage finanzier- und umsetzbar.“ Zu den zentralen Forderungen der Gewerkschaft gehören auch die Einführung einer bundesweit ersten tariflichen Pflegezusatzversicherung sowie eine Qualifizierungsoffensive zur Begleitung des digitalen Wandels. „ Bisher verweigern die Arbeitgeber sich unseren Lösungsvorschlägen.“ Eine Einigung sollen jetzt die bundesweiten Gespräche bringen. Die Verhandlungen sind für zwei Tage angesetzt. (jg)

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