Im Bild: Die Start-up-Geschäftsführer Paolo Piermartini und Tim Böltken sowie Peter Pfeifer vom KIT und Juror Hans-Jörg Vetter. (Bild: KIT) Aufsichtsratschef von Herrenknecht

Im Bild: Die Ineratec-Geschäftsführer und Gründer Paolo Piermartini und Tim Böltken sowie Peter Pfeifer vom KIT und Juror Hans-Jörg Vetter. (Bild: KIT)

| von goebelbecker

Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Power-tp-Gas bzw. Power-to-Liquid-Verfahren. Das Prinzip besteht im Herstellen von flüssigen Kraftstoffen wie synthetischem Kerosin, Benzin, Diesel oder dem Gas Methan aus Treibhausgasen wie zum Beispiel bisher ungenutztem CO2 – etwa aus Biogasanlagen oder direkt aus der Atmosphäre – und nachhaltig erzeugtem Wasserstoff. Die Produktion dieser auch E-Fuels genannten Kraftstoffe in großen chemischen Anlagen war dabei bisher meist unwirtschaftlich. Die Technologie des Kraftstoff-Start-ups Ineratec passt nun in einen handelsüblichen Container und ist damit dezentral einsetzbar. Die Anlagen aus Karlsruhe sind nach dem Baukastensystem konzipiert, sodass sich die Kapazität nach Bedarf erweitern lässt.t.

Anlage nach Spanien geliefert

Die Ineratec GmbH ist eine Ausgründung aus dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Die Ineratec-Gründer sind Tim Böltken, Philipp Engelkamp und Paolo Piermartini. Das junge Kraftstoff-Unternehmen ist im Kopernikus-Projekt P2X aktiv und hat bereits mehrere seiner Container-Anlagen für synthetische Kraftstoffe ausgeliefert. Im spanischen Sabadell etwa steht eine Power-to-Gas-Anlage, die aus Kohlenstoffdioxid von Klärschlamm synthetisches Methangas produziert, das direkt ins Netz gespeist werden soll.

Der Lothar-Späth-Award, der die Technologie des Start-up Ineratec nun ausgezeichnet hat, prämiert innovative Kooperationen aus Wirtschaft und Wissenschaft in Baden-Württemberg und Thüringen. Der Award ist insgesamt mit 40.000 Euro dotiert, der Hauptpreis beträgt 25.000 Euro. (jg)

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