Infraserv Höchst und Mainova nehmen Erdgas-Aufbereitungsanlage in Betrieb

Für den Bau der Anlage haben die Infraserv Höchst und Mainova ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet, die Infranova Bioerdgas GmbH. Sie wird künftig auch als Betreiber fungieren. Insgesamt hat die Infranova 5 Mio. Euro in das Projekt investiert. Nach dem Startschuss soll die Anlage nun jährlich bis zu 80 Mio. kWh Bioerdgas produzieren.

Das Biogas, das die Anlage verarbeitet, produziert die am selben Standort gelegene Biogasanlage. Sie ist 2007 in Betrieb gegangen und wandelt industrielle Klärschlämme, organische Abfälle und überlagerte Lebensmittel in Biogas um. „Wir finden es besonders wichtig, dass in unserer Biogasanlage nur industrielle Abfälle und überlagerte Lebensmittel zum Einsatz kommen, nicht aber frische Lebensmittel oder solche, die extra für die Anlage erzeugt werden“, betont Dr. Roland Mohr, Geschäftsführer der Infraserv. Er legt großen Wert auf die nachhaltige Strategie, die die Betreibergesellschaft in allen Belangen am Standort verfolgt. „Die Infraserv Höchst denkt nicht in Tagen, sondern in Jahren und Jahrzehnten“, erklärt Mohr.

Auch die Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt, Petra Roth, war bei der feierlichen Inbetriebnahme zugegen. Sie sieht in dem Projekt einen wichtigen Schritt hin zur nachhaltiger Energieerzeugung durch erneuerbare Energieträger. „Ich bin sehr froh, dass Herr Dr. Mohr und die Infraserv die unternehmerische Verantwortung für das Projekt übernommen haben. Denn damit entlastet sie die Stadt vom Bezug von Energie“, erklärt Roth. „Die Infraserv ist ein nicht mehr wegzudenkender Partner für die Entwicklungsfähigkeit der Stadt Frankfurt im europäischen Raum.“

Auch Dr. Constantin Alsheimer, Vorstandsvorsitzender der Mainova, betont die Bedeutung des Projektes: „Die neue Anlage hat eine Produktionskapazität, mit der sich rund 4.000 Haushalte mit Bioerdgas versorgen lassen. Sicher ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber immerhin ein Anfang.“ Für den vermehrten Einsatz von Bioerdgas beim Endverbraucher zu Hause sieht er aber derzeit vor allem die Politik in der Pflicht, die Bioerdgas eine Chance geben muss, beispielsweise dadurch, dass es bei der Sanierung von Altbauten vermehrt als Brennstoff vorgesehen wird und dementsprechende Vorkehrungen getroffen werden können.

Kostenlose Registrierung

Der Eintrag "freemium_overlay_form_cte" existiert leider nicht.

*) Pflichtfeld

Sie sind bereits registriert?