Industriepark Höchst Luftbild

(Bild: ©Infraserv GmbH & Co. Höchst KG)

Die Maßnahme ist unter den vielen Investitionsprojekten im Industriepark Höchst eine der kleineren, aber doch ganz besonders interessant – die Schlussfolgerung liegt nahe, denn der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir nahm die Baustelle in Augenschein, Bundesverkehrsminister Volker Wissing war zu Gast und sogar Bundeskanzler Olaf Scholz stattete der neuen Einrichtung einen Besuch ab. Die Rede ist von der Wasserstoff-Tankstelle für Züge, die in diesem Jahr im Industriepark Höchst entstanden ist, zusammen mit der kompletten für die Betankung von Brennstoffzellenzügen notwendigen Infrastruktur. Infraserv Höchst, die Betreibergesellschaft des Industrieparks Höchst, hat mit dieser Investition die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die aus 27 Triebfahrzeugen des Herstellers Alstom bestehende größte Brennstoffzellen-Zugflotte der Welt im Industriepark Höchst betankt werden kann. Somit leisten Infraserv Höchst und der Industriepark Höchst einen Beitrag dazu, dass die Mobilitätswende im ÖPNV vorankommt und die umweltfreundliche Wasserstoff-Technologie weiterentwickelt wird.

Bundeskanzler Olaf Scholz interessierte sich für die Wasserstoff-Technologie
Auch Bundeskanzler Olaf Scholz interessierte sich für die Wasserstoff-Technologie. (Bild: ©Infraserv GmbH & Co. Höchst KG)

Wasserstoff wird im Industriepark Höchst, Standort von 90 Unternehmen, die rund 22.000 Mitarbeiter beschäftigen, als Koppelprodukt in der Chemieproduktion hergestellt. Infraserv Höchst hat viel Erfahrung im Umgang mit Wasserstoff: Seit 2006 gibt es an der südlichen Peripherie des 4,6 Quadratkilometer großen Standortes eine öffentlich zugängliche Wasserstoff-Tankstelle für Pkw, im Industriepark werden wasserstoffbetriebene Fahrzeuge für den werks­internen Busverkehr eingesetzt. Da der
Industriepark Höchst mit seiner fast 160-jährigen Tradition seit jeher ein Standort für Innovation und Technologieentwicklung ist, sind hier auch die Rahmenbedingungen optimal, um nachhaltige Energie- und Mobilitätslösungen umzusetzen.

Denn im Industriepark Höchst wird Zukunft gemacht: An einem der größten und dynamischsten Chemie- und Pharma­standorte Europas sind viele Unternehmen in den Bereichen Forschung und Entwicklung sehr aktiv. Neue Medikamente, Hochleistungskunststoffe, Pflanzenschutzmittel, Lebensmittelzusatzstoffe und vieles mehr – die Palette der Produkte, die in Höchst in den rund 120 Produktionsanlagen hergestellt werden und an deren Weiterentwicklung in den vielen Labor- und Technikumsgebäuden gearbeitet wird, ist lang und vielfältig.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing besichtigte die neue Wasserstoff-Tankstelle für Züge.
Bundesverkehrsminister Volker Wissing besichtigte die neue Wasserstoff-Tankstelle für Züge. (Bild: ©Infraserv GmbH & Co. Höchst KG)

Und die Liste wird länger, ebenso wie die der Standortgesellschaften, denn es siedeln sich immer wieder neue Unternehmen im Industriepark Höchst an, um die bedarfsgerechten Infrastrukturen zu nutzen und von dem vielfältigen Netzwerk am Standort zu profitieren. Derzeit errichtet die Firma Ineratec eine Produktionsanlage, in der synthetisches Kerosin hergestellt wird – ebenfalls ein besonders nachhaltiges und zukunftsweisendes Projekt, mit dem das Unternehmen von dem bestehenden Produktionsverbund profitieren kann. Auch das Projekt der Firma Arcus Greencycling Technologies verdient das Prädikat „ökologisch wertvoll“: In der neuen Anlage, die derzeit im Industriepark Höchst entsteht, wird aus Kunststoffabfällen hochwertiges Pyrolyseöl zurückgewonnen. Die Firma Cloud HQ investiert in ein Rechenzentrum, für die DB Regio entsteht derzeit ein Busdepot für Diesel- und Elektrobusse. Neu am Standort sind die Firmen Gelita, die Dewpoint Therapeutics GmbH und die Odyssey Therapeutics GmbH, die für ihre Forschungsaktivitäten Laborflächen von Infraserv Höchst angemietet haben. Die Standortbetreibergesellschaft kann in modernen Laborgebäuden Flächen anbieten, die direkt bezugsfertig sind oder in kurzer Zeit bedarfsgerecht für die Nutzer ausgestattet werden können. Und im Industriepark stehen auch noch rund 50 Hektar Freiflächen zur Verfügung.

Die Standortbetreibergesellschaft Infraserv Höchst versorgt die 90 Unternehmen im Industriepark Höchst unter anderem mit Energie.
Die Standortbetreibergesellschaft Infraserv Höchst versorgt die 90 Unternehmen im Industriepark Höchst unter anderem mit Energie. (Bild: ©Infraserv GmbH & Co. Höchst KG)

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Industrieparks Höchst: Die für Chemie- und Pharmaunternehmen optimale Infrastruktur des Standortes, mit hocheffizienten Energieerzeugungsanlagen, leistungsfähigen Einrichtungen zur umweltgerechten Entsorgung von Abwässern und Abfällen, einer auf den Bedarf von Chemie- und Pharma­unternehmen ausgelegten Logistik-Infrastruktur und den vielen Services, mit denen 2.800 Infraserv-Experten die Kunden entlasten. Forschende und produzierende Industriepark-Unternehmen können sich voll auf ihr jeweiliges Kerngeschäft konzentrieren, denn Infraserv Höchst kümmert sich um Themen wie Facility Management, Umweltschutz, Sicherheit, Gesundheit und vieles mehr.

Ein weiterer wichtiger Standortvorteil ist die Lage des Industrieparks mitten im Rhein-Main-Gebiet. Optimale Autobahnanbindungen, ein eigener Anschluss an das Schienennetz der Deutschen Bahn und 57 Kilometer werksinterne Gleisanlagen, der Main als Wasserstraße in Verbindung mit einer modernen Hafenanlage und nicht zuletzt die unmittelbare Nähe zum Frankfurter Flughafen, das alles trägt zur Attraktivität des Industrieparks Höchst bei.

So hat sich der Standort in den vergangenen Jahren sehr dynamisch entwickelt: Mehr als acht Milliarden Euro investierten die Standortgesellschaften seit dem Jahr 2000 in neue Produktionsanlagen und Forschungseinrichtungen. Als Standortbetreibergesellschaft entwickelt Infraserv Höchst vor allem die Infrastruktur weiter. Derzeit investiert das Unternehmen rund 300 Millionen Euro in zwei neue Gasturbinenanlagen und die Modernisierung der bestehenden Gasturbine. Schon Ende 2020 konnte der Kohleausstieg im Industriepark Höchst realisiert werden, womit eine signifikante Reduzierung der CO2-Emissionen verbunden ist. Auf die aktuell bestehenden Unsicherheiten in Bezug auf die Gasversorgung hat Infraserv Höchst frühzeitig reagiert und die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass im Heizkraftwerk leichtes Heizöl eingesetzt werden kann – die Versorgung der Industriepark-Unternehmen mit Prozessdampf kann demnach sichergestellt werden.

Im Industriepark Höchst werden junge Menschen in 40 verschiedenen Berufen ausgebildet.
Im Industriepark Höchst werden junge Menschen in 40 verschiedenen Berufen ausgebildet. (Bild: ©Infraserv GmbH & Co. Höchst KG)

Unverzichtbar für die produzierenden Firmen ist auch das Wasser, das Infraserv Höchst in verschiedenen Qualitätsstufen bereitstellt. Im kommenden Jahr kann das neue, vollautomatisierte Flusswasserwerk in Betrieb genommen werden. Es wird bis zu 15.000 Kubikmeter Flusswasser pro Stunde reinigen können. Der Wasserbedarf des Industrieparks beläuft sich auf rund 60 Millionen Kubikmeter pro Jahr. 95 Prozent werden dem Main entnommen, der Großteil davon wird als Kühlwasser mehrfach genutzt und nach der Reinigung wieder in den Fluss geleitet – das ist effizient und ressourcenschonend zugleich. Trotz steigender Produktionskapazitäten konnte der Wasserbedarf im Industriepark Höchst in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich reduziert werden.

Eine weitere neue Anlage von Infraserv Höchst geht noch in diesem Jahr in Betrieb: das neue Gefahrstofflager. Infraserv Höchst investiert 34,9 Millionen Euro in das hochmoderne Lagergebäude. Betrieben wird das neue Gefahrstofflager von der Infraserv Logistics GmbH: Die hundertprozentige Tochtergesellschaft von Infraserv Höchst erbringt im Industriepark und an weiteren Standorten viele Logistik-Services für Kunden. Das Gebäude ist 220 Meter lang, 75 Meter breit, 15 Meter hoch und bietet auf einer Grundfläche von 16.500 Quadratmetern insgesamt rund 21.500 Palettenlagerplätze. Durch kurze Wege und ein gleichzeitig für alle Lagerstandorte von Infraserv Logistics einzuführendes neues Lagerverwaltungsprogramm wird das neue Gefahrstofflager, das technologisch auf dem neuesten Stand ist, einen hocheffizienten Betrieb ermöglichen. Die Genehmigung für den Neubau im Industriepark Höchst erstreckt sich auf ein sehr breites Spektrum von Gefahrstoffen.

Unternehmensprofil:

Infrastruktur:

  • Gesamtfläche von 460 Hektar, davon über 500.000 m2 bezugsfertig
  • Seit 2000 haben die Standortgesellschaften über 8,0 Mrd. Euro im Industriepark investiert
  • Exzellente Verkehrsanbindung, hervorragende logistische Infrastruktur
  • Hervorragendes Netzwerk für die Versorgung mit Versorgungsgütern, Prozessflüssigkeiten und Rohstoffen sowie für die Entsorgung von Abfällen und Abwässern

 

Mieter:

Rund 90 Unternehmen sind im Industriepark Höchst ansässig. Die meisten sind in der chemischen und pharmazeutischen Industrie tätig. Dazu gehören Sanofi, Bayer, Clariant, Celanese, BASF, LyondellBasell, Nobian, Kuraray, Cargill, Grillo und Daikin. 22.000 Menschen arbeiten im Industriepark Höchst.

 

Dienstleistungen:

Seit 1997 ist Infraserv Höchst mit Sitz in Frankfurt am Main Betreiber des Industrieparks Höchst, eines der größten und erfolgreichsten Chemie- und Pharmastandorte Europas.

Das Unternehmen bietet maßgeschneiderte modulare Lösungen sowie innovative integrierte Dienstleistungspakete an. Auf Wunsch betreibt das Unternehmen auch die gesamte Anlage vor Ort. Das Leistungsspektrum reicht vom Anlagenmanagement über das Entsorgungsmanagement, den Netz- und Rohrleitungsbetrieb bis hin zu Standortservices, Facility Management und Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsdienstleistungen. Darüber hinaus übernimmt die Infraserv-Höchst-Gruppe über Tochtergesellschaften die Logistik und bietet Schulungen sowie Dienstleistungen für Prozessanlagen an.

Infraserv Höchst entwickelt Lösungen für anspruchsvolle Kunden in einem stark regulierten Umfeld. Zahlreiche Dienstleister sind im Industriepark Höchst angesiedelt, darunter Patent­anwälte, Ingenieurbüros, Analytik-Dienstleister, Druckereien, Reisebüros, Paketdienste, technische Aufsichtsbehörden und viele mehr.

 

Kontakt:

Infraserv Höchst
Tel.:+49 69 305-46300
sitemarketing@infraserv.com
www.industriepark-hoechst.com

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