Automatisierungsmesse in Nürnberg

SPS 2020 soll wie geplant im November stattfinden

24.07.2020 Die Automatisierungsmesse SPS soll trotz der Corona-Pandemie wie geplant Ende November 2020 stattfinden. Dies teilte der Veranstalter mit, nachdem die Bayerische Staatsregierung ein Schutz- und Hygienekonzept für Messen verabschiedet und zahlreiche Aussteller ihre Teilnahme bestätigt haben.

Damit könne die SPS 2020 zum geplanten Zeitpunkt vom 24. bis 26.11.2020 in Nürnberg stattfinden, heißt es beim Messerveranstalter Mesago. Im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr liege die Messefläche und die aktuelle Zahl der Aussteller trotz Corona-Pandemie nur gering unter Vorjahr. Dies unterstreiche die Wichtigkeit der Fachmesse für die Branche. „Was Messen für die Wirtschaft sind, ist die Automatisierung für die Industrie – einer der wichtigsten Treiber. Die SPS ist fester Bestandteil in den Terminkalendern der Automatisierer und wir alle freuen uns sehr auf den persönlichen Austausch Ende des Jahres in Nürnberg“, fasst Sylke Schulz-Metzner, Vice President SPS der Mesago Messe Frankfurt, zusammen.

Vielseitiges Maßnahmenpaket zum Gesundheitsschutz

Für die SPS 2020 soll es ein spezielles Hygienekonzept geben. (Bild: Mesago)

Für die SPS 2020 soll es ein spezielles Hygienekonzept geben. (Bild: Mesago)

Für den Veranstalter stehe bei der Durchführung der Messe das Wohl aller beteiligten Personen an erster Stelle, betont Mesago Messe Frankfurt. Zusammen mit der Nürnbergmesse, die auch die Messen Powtech und Brau Beviale im Herbst veranstalten wird, wurde daher ein umfassendes Konzept erarbeitet, in dem organisatorische, hygienische und medizinische Maßnahmen berücksichtigt sind. „Oberstes Gebot ist die Sicherheit und die Gesunderhaltung aller Aussteller, Besucher, Servicepartner und Mitarbeiter“, so Schulz-Metzner.

Rund um die Messe werden die organisatorischen Abläufe so gestaltet, dass ein Mindestabstand von 1,5 m jederzeit eingehalten werden kann. Hinzu kommen unter anderem die Verpflichtung zum Tragen einer Mund- und Nasenbedeckung in den Innenräumen der Messe, ein angepasstes Gastronomiekonzept und ausreichend Platz in den Eingangs- und Wartebereichen in den Hallen. Einen Ticketverkauf vor Ort wird es nicht geben, Besucher müssen sich vorab über den Ticketshop registrieren.

Zusätzlich zur Präsenzveranstaltung soll sich die SPS 2020 auch digital weiterentwickeln. Damit soll Anwendern, die noch nicht reisen oder nur einen Tag vor Ort sein können, die Möglichkeit einer Teilnahme geboten werden. Neben digitalen Produktpräsentationen beinhaltet dies auch die Erreichbarkeit von Ansprechpartnern. Das ermöglicht einen schnellen und umfangreichen Austausch zwischen Ausstellern und Fachbesuchern in der digitalen Umgebung. Das virtuelle Matchmaking bietet zudem vielseitige Möglichkeiten einer Suchfunktion und der Kommunikation mit den Ausstellern. Ebenso enthalten sind die Live- und On-Demand-Übertragung zahlreicher Programmpunkte aus dem Rahmenprogramm.

Aussteller wünschen sich direkten Austausch

Christian Wolf, Vorsitzender des Ausstellerbeirats und Geschäftsführer bei Hans Turck ergänzt: „Die digitale Kommunikation bestimmt seit Monaten unsere Aktivitäten. Das ist – vor allem in Zeiten, in denen auch viele unserer Kunden im Homeoffice arbeiten – ein ideales Instrument. Trotz der vielen Möglichkeiten, die uns dieser Weg eröffnet, gibt es einen Punkt, der dabei ein wenig zu kurz kommt: der unmittelbare Austausch mit dem Kunden. Diese direkten Gespräche sind uns sehr wichtig. Sie helfen uns, langjährige Beziehungen zueinander aufzubauen oder zu vertiefen und uns als globaler Partner aufzustellen, um optimale Lösungsansätze für die digitale Transformation und Herausforderungen unserer Kunden zu entwickeln. Ein persönliches Gespräch auf einer Messe wie der SPS ist aus meiner Sicht daher nicht zu ersetzen, um das optimale Geschäftsergebnis für den Kunden und Turck zu erreichen. Ich bin zuversichtlich, dass wir uns mit dem jetzt genehmigten Sicherheitskonzept im November auf ein Messe-Highlight freuen können, das zwar anders sein wird als bisherige Messen, die gesamte Branche aber wieder einen Schritt weiter bringt.“

Ausstellerbeiratsmitglied Roland Bent, Geschäftsführer Technik (CTO) von Phoenix Contact bestätigt: „Wir alle haben in den letzten Monaten gelernt, unsere Kommunikation auf digitale Medien umzustellen. Informationen und Fakten lassen sich so sehr gut fokussiert und strukturiert vermitteln. Damit ist die digitale Kommunikation sehr effizient, aber immer auch selektiv und punktuell. Was uns aber in diesen Tagen zunehmend fehlt sind Impressionen und Inspiration durch das Erleben von neuen Konzepten, ist der konstruktive und vertrauensvolle Dialog im persönlichen Gespräch. Hier liegen die Stärke und der Benefit von Messen. Gerade in dieser Zeit der großen Transformationen unserer Industrie und Gesellschaft sind diese wichtigen kreativitäts- und innovationsfördernden Aspekte entscheidend für Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit. Wir sehen daher der SPS 2020 erwartungsvoll entgegen, auch wenn sie unter schwierigen Umständen, aber mit einem verantwortungsvollen Konzept, dass die Gesundheit der Besucher und Aussteller in den Vordergrund stellt, stattfindet.“

Ausstellerbeiratsmitglied Gerhard Borho, Vorstand Finance/Information Management and Technology bei Festo unterstreicht die Bedeutung der SPS für die Branche: „Für Festo ist die SPS eine Schlüsselmesse, wo wir unsere technologieübergreifende Innovationskraft zeigen können: Von der Achsmechanik der Maschine über die Elektronik bis hin zur Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz bieten wir alles aus einer Hand. Wie in unserem Kerngeschäft der Pneumatik auch, haben wir uns im Bereich Elektrische Automatisierung bei der Produktentwicklung auf eine nahtlose Connectivity vom Werkstück bis in die Cloud fokussiert. Wir freuen uns, den Messebesuchern der SPS 2020 unsere Produktneuheiten zeigen zu können.“ (jg)

Digitalisierung und die Chemiefabrik der Zukunft:

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