Schmierstoff-Tanks bei Oest

Füllstandmessung von Vega beim Schmierstoffhersteller Oest. Bild: Vega

Ob Hochleistungsmotor, Kettensäge oder Zerspanungsmaschine – ohne Kühlschmierstoffe oder Metallbearbeitungsöle liefe wohl so mancher Bearbeitungsprozess alles andere als rund. Dabei stellt jede Anwendung seine ganz eigenen Anforderungen an die Schmierstoffe. Seit mehr als 100 Jahren sorgen die Produkte von Oest für reibungslose Prozesse. Heute überwachen zu einem großen Teil Vega-Sensoren den Mischprozess, melden aber auch zuverlässig den Bestand, damit angesichts der breiten Produktpalette der Überblick nicht verloren geht.

Die Ursprünge von Oest liegen über 100 Jahre zurück. 1915 wurde in Dornstetten im Schwarzwald eine Fabrik zur Herstellung technischer Öle und Schmierstoffe gegründet. In den folgenden Jahren wurden immer mehr Produkte hergestellt, um die ganz unterschiedlichen Kundenwünsche zu erfüllen. Aus einem Gemisch von Grundölen wurden Treibriemenwachs, Bohröl, Lederöl, Wagenfett, Spatfett, Rostschutzfett und Skiwachs, Nähmaschinenöl, Turbinenöle, Transformatorenöle, Fräsöle etc. ins Programm aufgenommen. Nicht jedes Produkt wird heute noch produziert, obwohl spezielle Oldtimer-Öle seit Jahrzehnten, wenn auch in kleinen Margen, nach wie vor gefragt sind.

Was geblieben ist, ist jedoch das breite Produktportfolio. Systematisch wurde die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Industrieschmierstoffen weiter ausgebaut. Heute ist das Georg Oest Mineralölwerk mit Sitz in Freudenstadt das Herzstück innerhalb der Oest-Gruppe, zu der unter anderem auch ein Teil des das AVIA-Tankstellennetzes gehört.

Am Standort Freudenstadt wurde nicht nur das Labor erweitert und das Personal ausgebaut, auch die Lagerflächen wurden nach und nach vergrößert. Dabei sind die Anforderungen an die Produkte höchst unterschiedlich. „Einige benötigen eine Stickstoffüberlagerung, andere müssen temperiert werden und wiederum andere stellen spezielle Sicherheitsanforderungen an den Explosionsschutz. Überdies müssen Anforderungen des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) ebenso berücksichtigt werden, wie die EU-Chemikalien-Klassifizierung Reach oder Auflagen des TÜVs“, beschreibt Thilo Reich, Leiter Technik beim Georg Oest Mineralölwerk, die umfangreichen Anforderungen.

Neuentwicklungen für die sich ändernden Kundenbedürfnisse

Das Georg Oest Mineralölwerk in Dornstetten aus der Luft
Das Georg Oest Mineralölwerk in Dornstetten aus der Luft. Bild: Vega

Die Basis für das variantenreiche Sortiment bilden hochwertige Erdöl-Raffinate, die Grundöle. Ständig arbeitet das Schwarzwälder Unternehmen an Neuentwicklungen, zum Beispiel auch an Bio-Schmierstoffen, die schnell biologisch abbaubar sind und auf nachwachsenden Rohstoffen basieren. Im hauseigenen Labor werden die speziellen Mischungen genauestens untersucht und geprüft, damit der Schmierstoff optimal auf die Anwendung angepasst werden kann. Selbstredend ist das Labor auch für die Qualitätssicherung zuständig, so wird jede Charge vor der Abfüllung überprüft.

Die Entwicklung der Schmierstoffe ist ein Aspekt, aber die Aufgabe von Oest umfasst auch das Mischen, Abfüllen und Lagern der verschiedenen Komponenten. Vor rund zwei Jahren baute daher das Unternehmen am Standort Freudenstadt eine neue Lager- und Logistikhalle mit einer Gesamtfläche von rund 3.500 m² und über 4.000 Palettenplätzen. „Die Anforderungen im Markt haben sich geändert, heute muss man viel schneller liefern“, so Reich.

Robuste Fülstandsensoren gefragt

Von der Technologieseite stehen modernste Produktions- und Mischtechnik den Mitarbeitern zur Seite. Die Produktionskessel aus Edelstahl mit unterschiedlichen Rührwerken in Größen von 400 bis 52.000 Litern sowie automatische Abfüllanlagen sorgen dafür, dass auch kurzfristig Sonderwünsche erfüllt werden können. Im Übrigen betrifft dies nicht immer die Zusammensetzung, manchmal sind auch spezielle Gebindegrößen gefragt.

Seit vielen Jahren kommen Vega-Sensoren in den zahlreichen Lager- und Mischtanks zum Einsatz. Obwohl es sich um einfache Mischprozesse handelt und auch die Lagertanks aus Sicht der Füllstandmessung nicht besonders aufwändig sind oder über störende Einbauten verfügen, müssen die Sensoren dennoch robust sein. So sollten sie u. a. Temperaturen bis zu 100 °C aushalten; in einigen Bereichen liegt zudem eine explosionsgefährdete Umgebung vor. Auch die WHG-Zulassung spielt eine wichtige Rolle – mit den Vega-Sensoren ist beispielsweise eine Funktionsprüfung per Tastendruck möglich. Die wichtigste Voraussetzung ist jedoch: „Wir brauchen Sensoren, die uns über einen langen Zeitraum zuverlässige Messwerte liefern und diese Aufgabe erfüllen die Sensoren von Vega“, so Reich, der auf Vega-Sensoren verweist, die vor fast 30 Jahren eingebaut wurden und immer noch treu ihre Dienste leisten.

So ist es für Reich fast schon selbstverständlich, dass in nahezu jedem der rund 70 Tanks Vega-Sensoren installiert wurden. Zum einen messen sie in den zahlreichen Lagerbehältern den Füllstand für die Bestandsaufnahme und sichere Belieferung der Kunden. Zum anderen werden die Sensoren auch als Überfüllsicherungen eingesetzt. Hier kamen vor gut einem Jahr zudem neue Überfüllsicherungen in Form des VegaSWING in der Rohstofflagerung zum Einsatz. Seit Jahren ist Oest mit dem Support und Service von Vega sehr zufrieden. Dank Plug und Play ist die Inbetriebnahme des VegaSWING denkbar einfach.

Inventory-System sorgt für Überblick

Gerade, weil sich die Anforderungen in Bezug auf die Lieferzeiten geändert haben, nimmt die Bestandsüberwachung eine wichtige Rolle ein. „Wir haben auf der einen Seite die Herausforderung, dass viel schneller reagiert werden muss als früher und auch die Mengen stärker variieren. Auf der anderen Seite müssen für einige asiatische Kunden bestimmte Produkte immer vorrätig liegen. Abgesehen davon müssen wir natürlich auch noch die Preise auf den Rohstoffmärkten beobachten, so dass wir unsere Basis-Rohstoffe günstig einkaufen können“, beschreibt Reich die Gegensätze.

Bestandsdatenerfassung, Visualisierung und Lieferplanung sind daher zunehmend zu einem wichtigen Part des Unternehmens geworden. Basis dafür ist eine automatisierte Bestandsüberwachung. Seit vielen Jahren setzte Oest dafür auf das Vegalog, das jedoch in die Jahre gekommen war und abgekündigt wurde. Heute steht dem Unternehmen neben dem Vegamet das Vega Inventory System (VIS) zur Seite, um für eine entsprechende Vorplanung die Bestände zu visualisieren und die Fertigungsprozesse zu steuern. Während Sensoren und Steuergeräte von Vega sicher alle Messdaten erfassen, schafft das Vega Inventory System eine zuverlässige Basis für eine gute Planung.

Das Vega Inventory System meldet vollautomatisch und rechtzeitig den Nachschub-Bedarf an. Dazu greift die Software nicht nur auf die aktuellen Messdaten der Lagerbestände zurück, sondern auch auf Erfahrungswerte aus der Verbrauchshistorie. Analyse- und Planungstools ermöglichen eine optimierte Bedarfs-, Bestands- und Lieferplanung. Durch Balkendiagramme sowie Symbol-Tanks hat der Anwender seine aktuellen Lagerbestände immer im Blick.

Ausblick: Das Georg Oest Mineralölwerk hat dank dem Vega Inventory System einen schnellen Zugriff auf aktuelle und historische Verbrauchsdaten. Die Füllstandwerte werden als Referenz genutzt. „Bei der Abfüllung in die Tankwagen kommen zwar geeichte Zähler zum Einsatz, aber zum Abgleich sind die Daten von den Vega-Sensoren sehr wichtig. Selbst die alten Sensoren liefern immer noch sehr zuverlässige Werte“, bestätigt Reich. Die technische Leitung kann wiederum die Bestände jederzeit einsehen und gegebenenfalls eingreifen. Dadurch werden nicht nur die Betriebsabläufe optimiert, es ist auch eine wirtschaftliche Produktions- und Vorratsplanung möglich. Kurzum: „Service, Support, Preis/Leistung sowie die Qualität der Sensoren von Vega sind einfach sehr gut“, bringt es Reich abschließend auf den Punkt.

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