Medienbericht zu Umbauplänen

Thyssenkrupp soll Verkauf des Anlagenbaus planen

08.10.2019 Der Essener Thyssenkrupp-Konzern steht offenbar vor einer neuen - und der bislang größten Umbauaktion. Heute will die Interims-Chefin Martina Merz 150 Führungskräfte über die Pläne informieren. Dazu gehört offenbar auch die Abwicklung und der Verkauf des Anlagenbaus.

Nach einem Bericht des Handelsblatts plant die Konzernleitung von Thyssenkrupp die Teilbereiche Komponentenfertigung und Anlagenbau abzustoßen. Damit wäre ein Drittel der aktuellen Belegschaft des Unternehmens betroffen. „Beim Anlagenbau würden bereits für die Unterbereiche „Zement“, „Chemie“ und „Mining“ Partner gesucht, mit denen das Geschäft gebündelt werden könnte“, heißt es dazu im Handelsblatt. Im Anlagenbau beschäftigt das Unternehmen insgesamt 16.000 Mitarbeiter. Zuletzt war das Ergebnis in diesem Segment deutlich negativ.

Dem Bericht zufolge plant das Unternehmen 6.000 Stellen streichen zu wollen. In der Holding sollen die Kosten drastisch gesenkt werden. Die neue Thyssenkrupp-Vorstandschefin Martina Merz war bis zur vergangenen Woche noch im Aufsichtsrat des Unternehmens. Sie löste Guido Kerkhoff ab, dem der Aufsichtsrat eine zu zögerliche Neuausrichtung vorgeworfen hatte. Die aktuellen Umbaupläne stammen allerdings noch von dessen Vorstandsteam.

(as)

Neue Anlagenprojekte im 3. Quartal 2019

 

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