CT-Produktfokus Metallabscheider

Ab zum Alten Eisen

11.05.2007 Egal ob in Schüttgütern oder abgepackten Lebensmitteln – Metallteilchen oder andere Fremdpartikel haben darin nichts zu suchen. Detektoren sollen diese Partikel erkennen und abtrennen und zwar zuverlässig, schnell und ungefährlich. Ob verbesserte oder neu entwickelte Geräte – hier erfahren Sie, was sich in den letzten Monaten auf dem Markt getan hat.

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Metallabscheidung im freien Fall Der Rapid Vario Primus von S+S detektiert und separiert selbst kleinste magnetische und nichtmagnetische Metallverunreinigungen aus frei fallenden Schüttgütern. Er basiert auf dem bewährten Metallseparator Rapid Compact. Neu sind die Steuereinheit Primus sowie die Ausscheidemechanik, die abhängig von der Einbausituation stufenlos um 180° gedreht werden kann. Durch den getrennten Aufbau von Detektions- und Separiereinheit lässt sich die Fallhöhe individuell anpassen. Die neue Steuereinheit arbeitet auf Basis der 2-Kanal-Phasentechnik. Für einen zuverlässigen Betrieb sorgt die digitale Signalauswertung mit automatischem Selbstabgleich und Softwarefiltern, mit denen elektrische oder mechanische Umgebungsstörungen unterdrückt werden.

Hohe Anziehungskraft für kleinste Teilchen Der selbst reinigende Magnet Clean-Flow von Goudsmit entzieht Pudern und Granulaten feine Eisenteilchen und Edelstahlstaub. Sein Einsatzgebiet sind Freifall-Leitungen. Er besteht aus zwei Reihen starker Neoflux-Magnetstäbe, die übereinander montiert sind und einen Magnetwert von 12400 Gauß erzielen. Die Einbauhöhe für dieses System liegt bei 250mm. Beim Reinigungsprozess wird das ganze Magnet-Paket aus dem Produktstrom entfernt. Eine pneumatische Steuerung bläst die Magnete aus dem Rohr, wodurch der Magnetismus verloren geht. Nachdem sich die Eisenteile gelöst haben, gelangen sie über einen Behälter in den Auffangcontainer. Danach werden die Magnetkerne in die Rohre zurückgesetzt.

Sauberkeit in zwei Phasen Das Metalltrennungssystem LenaStar von Goudsmit zieht Metallschmutz zusammen mit anderen Verunreinigungen wie Steinchen oder Ausscheidungen von Insekten in zwei Phasen aus Lebensmitteln. In der ersten Phase entfernt ein starker Magnet alle magnetischen Teilchen im Freifallsystem. In der zweiten Phase konzentriert sich ein speziell entwickelter Metalldetektor auf die nicht-magnetischen Teilchen. Das Gerät wird einfach mit Wasser gereinigt.

Metallabtrennung in XXL Wenn erhebliche Mengen an pulverförmigen oder körnigen Produktmengen auf eisenhaltige Metalle untersucht werden müssen, sind besonders große Magnetsysteme gefragt. S+S bietet für diesen Anwendungsbereich die bewährten Magnetsysteme RM und Magbox in XXL-Ausführung an. Die Elektro-Rohrmagnete der Serie RM trennen in Rohrleitungen eisenhaltige Metalle aus Schüttgütern ab. Auch bei verunreinigtem Magnetkern bleibt der Durchlass zwischen Kern und Gehäuse frei. Beim Magbox-Magnetsystem hat der Hersteller die Magnetfeldstärke auf 10000 Gauß an der Wirkoberfläche erhöht. Damit scheidet der Magnet auch schwach magnetische Edelstahlpartikel sicher ab. Die Stäbe der vier übereinander liegenden Magnetgitter in Neodym-Ausführung lassen sich leicht reinigen.

Separieren bei hoher Geschwindigkeit Der Metallseparator Pharmatron 05 A Touch wurde für hohe Produktgeschwindigkeiten und häufige Produktwechsel konzipiert. Der reaktionsschnelle Pneumatikantrieb sorgt trotz kompakter Bauweise für hohe Durchsatzleistungen. Durch die einfache und präzise Einstellung von Arbeitshöhe und Neigungswinkel lässt sich der Separator von Mesutronic mit nahezu allen marktüblichen Hochleistungstablettenpressen und Entstaubungssystemen kombinieren. Hohen Bedienkomfort bietet auch das integrierte LC-Grafik-Display mit übersichtlichem Touch-screen-Bedienfeld. Bei Bedarf wird das Gerät mit Risikoanalyse und IQ/OQ-Testprotokollen geliefert.

Leistungsstarke Metallsuche Thermo Electron hat mit dem Apex High Performance Metal Detector die Suchleistung im Vergleich zur vorherigen Produktgeneration um 20Prozent erhöht. Die neue „Multi-Spulen“-Technologie steigert den Effekt des Magnetfeldes in der Öffnung um mehr als das 1,5-fache. Damit ist der Detektor in der Lage, Signale von sehr viel kleineren Metallstückchen anzupeilen und zu verstärken als bisher. Eine neue Abschirmtechnik in der Apex-Plattform reduziert außerdem unerwünschte Effekte von unhandlichen, nassen oder leitenden Produkten erheblich. Die lebensmittelreine, IP66-geprüfte Systemsteuerung mit vollständig integrierter Elektronik vereinfacht die Installation. Patentierte AudiCheck-Features überprüfen die Detektorleistung online.

Für aluminiumverpackte Lebensmittel
Mesutronic hat das Metallsuchsystem AluScan für die Anforderungen der Nahrungsmittelindustrie speziell im Nassanwendungsbereich optimiert. Der Detektor ist komplett in der Schutzart IP65 ausgeführt und für eine hygienische und schnelle Reinigung ausgelegt. Der ausschließlich auf Restmagnetismus reagierende Metalldetektor erkennt kleinste Edelstahl- und Eisenteilchen in aluminiumverpackten Produkten wie Fertiggerichten oder Snacks. Die zu untersuchenden Produkte werden dabei am Bandeinlauf des Geräts vormagnetisiert und über den Metallsensor geführt. Die nicht magnetisierbaren Aluminiumverpackungen sind damit für den Metallsensor unsichtbar. Verunreinigte Produkte werden von dem Detektor erkannt und über eine Ausscheideweiche vollautomatisch aus dem Produktstrom ausgeschieden.

Sensor zur Metallunterscheidung In vielen Anwendungsbereichen müssen unterschiedliche Metalle unabhängig vom Abstand detektiert werden. Der Spezialsensor von Turck arbeitet auf der Basis von Wirbelstrom und erfasst neben dem Amplitudensignal auch das Phasensignal. Beide Signale (0 bis 10V) werden analog ausgegeben. Mit Hilfe einer Steuerung können sie verknüpft und somit mathematisch ausgewertet werden. Der Metallerkennungssensor kann beispielsweise Weißblech und Aluminium oder gehärtetes von nicht gehärtetem Material unterscheiden. Als Standardbauformen stehen zwei Ringsensorvarianten mit 50 und 100mm Innendurchmesser zur Verfügung sowie eine Quaderbauform mit einem Arbeitsbereich von 4 bis 11mm. Der zulässige Temperaturbereich des Sensors liegt zwischen -10 und 70°C.

Röntgenstrahlung für Lebensmittel Das Röntgenkontrollgerät IX-GA-4075 von Ishida spürt nicht nur Metallpartikel, sondern auch Kunststoffe oder Glassplitter auf. Aluminiumfolien oder Dosen stellen für die Röntgenstrahlung dabei kein Hindernis dar. Die durchleuchteten Lebensmittel werden nicht mit Strahlung belastet. Innerhalb des Gerätes beträgt die Strahlung ein ?SV/h und liegt damit deutlich unter den gesetzlichen Grenzwerten. Außerhalb ist keine Strahlung messbar, da mit Blei versehene, dreifache Kunststoffvorhänge die Strahlung an den Ein- und Auslasspunkten abschirmen. Zur Sicherheit wird die Strahlung sofort abgeschaltet, wenn die Gerätetür geöffnet wird oder ein Produkt in der Inspektionskammer hängen bleibt. Um das Gerät zu konfigurieren, reicht es aus, das zu kontrollierende Produkt bis zu drei Mal durch die Prüfkammer zu führen.

Heftausgabe: Mai 2007

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Papst
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