Batch-Prozesse optimieren: BASF startet Projekt mit Partnern

01.04.2015 Ein Konsortium von Industrieunternehmen, Universitäten und Forschungsinstituten unter dem Projektkoordinator BASF hat ein Projekt zur Verbesserung von Batch-Prozessen gestartet. Ziel des Projektes Recoba ist es, die Effizienz und Flexibilität verschiedener Arten von Batch-Prozessen zu optimieren und damit die Wettbewerbsfähigkeit eines großen Teils der europäischen Batch-Prozess-Industrie zu verbessern.  

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Batch-Prozesse optimieren: BASF startet Projekt mit Partnern

Mithilfe des Projekts soll Batch-Prozess-Anwendern ein Licht aufgehen: Wie lässt sich der Prozess mithilfe von Sensoren, Prozessmodellen und Automatisierungsmethoden optimieren? (Bild: © Martin Green – Fotolia.com)

Der Name Recoba bedeutet auf Deutsch ‘sektorübergreifende Echtzeit-Sensorik, fortgeschrittene Regelung und Optimierung von Batch-Prozessen zur Einsparung von Energie und Rohstoffen‘. Die Projektteilnehmer haben es sich zur Aufgabe gemacht, eine modellprädiktive Online-Regelung (MPC) bei komplexen Batch-Prozessen einzusetzen, um Emulsionspolymere, Stahl und Silizium mithilfe neuer Sensortechnologien, Prozessmodelle und Automatisierungsmethoden herzustellen. Die Gruppe will demonstrieren, wie sich die entwickelten Sensoren sowie die Optimierungs- und Steuerungsmethoden sektorübergreifend anwenden lassen. Damit sollen Produktqualität, Energieverbrauch, Rohstoffeinsatz und Produktionskosten optimiert werden.

Im Rahmen ihres Beitrags will sich die BASF auf die MCP eines Emulsions-Copolymerisations-Prozesses konzentrieren. Projektleiter Dr. Libor Seda erklärt: „Unser Ziel ist es, die derzeitige Prozessregelung, die auf einer Wiederholung nach einem festen Zeitplan basiert, durch eine modellgestützte Online-Prozessregelung zu ersetzen.“ Steuern lassen sich hier unter anderem die Produkteigenschaften Feststoffanteil, Zusammensetzung und Morphologie sein.

Neben dem Projektkoordinator BASF gehören dem Konsortium außerdem Thyssenkrupp, das norwegische Unternehmen Elkem, die University of Cambridge, die RWTH Aachen, die Prager Universität für Chemie und Technologie, die spanische Universität Baskenland, das VDEh-Betriebsforschungsinstitut, Cybernetica aus Norwegen und Minkon aus Polen an. Das auf drei Jahre angesetzte Projekt fördert die EU im Rahmen des Programms Horizon 2020 mit rund 6 Mio. Euro.

Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Projekt.

(su)

 

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