Chemiepark Marl

BP und Evonik nehmen Fernleitung in Betrieb

28.11.2016 BP Gelsenkirchen und Evonik Industries haben eine Fernleitung zwischen dem Chemiepark Marl und dem Raffineriestandort Gelsenkirchen gemeinsam offiziell in Betrieb genommen. Die Leitung transportiert Heizgas, um die Heizöfen des Werks in GE-Scholven mit Energie zu versorgen.

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BP und Evonik nehmen Fernleitung in Betrieb

Die Leitung soll künftig die Heizöfen des Werks in GE-Scholven mit Energie versorgen. (Bild: Evonik)

Im Beisein von Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski sowie des Marler Bürgermeisters Werner Arndt haben Dr. Klaus Niemann, Vorsitzender der Geschäftsführung von BP Gelsenkirchen und Gregor Hetzke, Vorsitzender der Geschäftsführung Evonik Technology & Infrastructure, die Heizgasleitung symbolisch in Betrieb genommen. „Das gemeinsame Projekt stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der (Petro-)Chemiestandorte Gelsenkirchen und Marl und wir leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der damit verbundenen Arbeitsplätze in der Region. Der Innovationsmotor Chemie hat eine enorme Breitenwirkung – von der viele Industriebranchen in der Region profitieren“, erklärt Dr. Klaus Niemann. Gregor Hetzke ergänzt: „Das Besondere ist das Stoffstrom-Management der beiden Chemiestandorte Marl und Scholven im Verbund. So werden seit geraumer Zeit Prozessgase aus der Raffinerie in Gelsenkirchen über Fernleitungen zum Chemiepark transportiert und hier von Evonik weiterverarbeitet. Die neue Pipeline ergänzt das bestehende Fernleitungsnetz und somit den sicheren sowie ressourcenschonenden Stoffstromverbund.“

Beide Unternehmen investieren zusammen einen zweistelligen Millionenbetrag in den Ausbau des Fernleitungsnetzes zwischen den Standorten. Seit vergangenem April arbeiten Fachleute am Ausbau der Fernleitungsinfrastruktur zwischen dem Raffineriestandort Gelsenkirchen-Scholven und dem Chemiepark Marl. Die Vorteile für den Anschluss der Gelsenkirchener Raffinerie an das Heizgasnetz liegen dabei laut Unternehmen auf der Hand: höhere Effizienz, weniger Emissionen und geringere Kosten. Denn im Vergleich mit anderen fossilen Stoffen wie Kohle gilt Heizgas als emissionsärmerer Brennstoff. Entscheidend ist in diesem Zusammenhang sein geringer Kohlenstoffanteil. Bei einem ähnlichen Energiegehalt besitzt es weniger Kohlen- und mehr Wasserstoff. Deshalb entsteht bei der Verbrennung von Heizgas unter anderem weniger Kohlendioxid. Gleichzeitig ist Heizgas günstiger als andere vergleichbare Brennstoffe.

In Gelsenkirchen betreibt BP zwei Werke in den Stadtteilen Horst und Scholven als einen integrierten Raffineriestandort mit rund 1.700 Mitarbeitern. Der Standort verfügt über eine Vielzahl an Raffinerie- und Petrochemieanlagen. Aus rund 12 Mio. t Rohöl entstehen insgesamt mehr als 50 verschiedene Produktarten.

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