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Chaostage bei Bilfinger: Ab- und Zugänge im Aufsichtsrat

11.05.2016 Der Industrie-Dienstleistungskonzern Bilfinger kommt nicht aus den Schlagzeilen. Nach dem überraschenden Abgang von Vorstandschef Utnegaard verlassen nun auch zwei Aufsichträte das Unternehmen.

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In einer Pressemeldung von Bilfinger vom Mittwoch heißt es, John Feldmann stehe „wegen unterschiedlicher Aufassungen zu Strategie und Positionierung“ nicht mehr zur Verfügung und Hans Peter Ring will aus persönlichen Gründen nicht mehr kandidieren. Bilfinger hatte am Montag verlautbart, dass die Verwaltung im Konzern neu ausgerichtet werden soll und dass sich auf der Hauptversammlung am Donnerstag drei neue Kandidaten zur Wahl stellen werden.. Außerdem will man ein Effizienzprogramm auflegen, das jährlich etwa 100 Mio. Euro einsparen soll. Prozesse, Strukturen und Systeme sollen demnach einheitlicher, straffer und effizienter aufgestellt werden. Hierfür seien Einmalaufwendungen im hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich geplant. In dieser Summe seien Zukunftsinvestitionen in einheitliche und leistungsfähigere IT-Systeme in Millionenhöhe enthalten, die über drei Jahre verteilt werden; diese Investitionen stehen allerdings unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrats.

Erste Einsparungen sollen 2017 wirksam werden, der überwiegende Teil der Einspareffekte ab dem Jahr 2018. Sie setzen sich aus Personalkosten und Sachkosten zusammen.

Die Hauptversammlung von Bilfinger SE findet heute in Mannheim statt.

(as)

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