Covestro und Reverdia entwickeln biobasiertes TPU

08.10.2015 Covestro, vormals Bayer Material Science, und Reverdia wollen gemeinsam thermoplastische Polyurethane (TPU) auf Basis nachwachsender Rohstoffe entwickeln und bewerben. Gemäß der Vereinbarung verwendet Covestro künftig Biosuccinium-Bernsteinsäure von Reverdia für die Produktion von TPU der Marke Desmopan.

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Durch das biobasierte TPU können Verarbeiter künftig den Kohlenstoff-Fußabdruck ihrer Produkte reduzieren (Bild: digitalstock – Fotolia)

Der Kunststoff soll in verschiedenen Anwendungen, unter anderem in der Schuhindustrie sowie der Unterhaltungselektronik, zum Einsatz kommen. Reverdia produziert Bernsteinsäure seit 2012 in kommerziellen Mengen und nutzt dafür seine patentierte Hefetechnologie bei niedrigen pH-Werten. Covestro profitiert dabei von der jahrelangen Forschungsarbeit und plant den Ausbau seiner biobasierten TPU-Produktion in Taiwan zum industriellen Maßstab.

Hoher Anteil an Biomasse
Biobasierte Desmopan-Produkte sind bereits in verschiedenen Härtegraden erhältlich, beispielsweise in 85 Shore A, 95A und 60D. Sie erreichen die physikalischen Eigenschaften herkömmlicher Typen und darüber hinaus einen besseren Kohlenstoff-Fußabdruck entlang der Wertschöpfungskette. Simulationsrechnungen ergaben eine um rund 65 % reduzierte Kohlenstoffbilanz gegenüber petrochemisch erzeugten Produkten. Der Biomasse-Anteil liegt bei dem TPU für die genannten Härtegrade bei 65 (85 Shore A), 52 (95A) und 42 % (60D).

Hier finden Sie die Originalmeldung.

 

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