Einbahnstraße für Fernwartungs-Daten

Datendiode Cyber-Diode

29.03.2016 Das deutsche IT-Sicherheitsunternehmen Genua stellt eine neue Version seiner Datendiode Cyber-Diode vor. Statt einer Glasfaserdiode setzt der Hersteller auf Microkernel-Technologie, um Daten nur in einer Richtung fließen zu lassen und kritische Netzwerke gegen Zugriff von außen abzuschirmen.

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Entscheider-Facts

  • 1 Gbit/s Datendurchsatz
  • mehrere Übertragungsprotokolle
  • übersichtlicher Code

Genua cyber-diode

Die Cyber-Diode lässt Datenverkehr nur in einer Richtung zu.  (Bild: Genua)

Die zentrale Dioden-Funktion der Version 1.1 besteht aus 200 Codezeilen und läuft auf einem Microkernel-Betriebssystem, das ebenfalls auf das Notwendigste reduziert ist. Durch die geringe Komplexität bleibt der Code leicht auf Fehler zu überprüfen. Zudem verwendet die Diode neben UDP auch mit den Protokollen FTP (Dateien), SMTP (E-Mail) sowie TCP. Diese Protokolle übermitteln Daten schnell und zuverlässig, da sie verlorengegangene Datenpakete erneut senden. Das Gerät erreicht so einen Datendurchsatz von einem Gbit/s. Ein wichtiger Anwendungsbereich ist das Abschirmen von Fernwartungs-Zugängen in Industrieanlagen gegen unbefugten Zugriff. Dies unterstützt der Hersteller mit der Fernwartungs-Appliance Genubox. An der betreuten Maschine installiert, erzeigt diese Box auf Initiative des Kunden eine verschlüsselte Verbindung (VPN) zu einem Rendezvous Server. Hierhin baut auch der externe Dienstleister von außen eine authentisierte VPN-Verbindung auf. Erst mit dem Rendezvous auf dem Server entsteht die durchgängige Wartungsverbindung, über die der Service auf die Maschinenanlage zugreifen kann. Damit der Kunde jederzeit die Kontrolle über alle Zugriffe in sein Produktionsnetz behält, kann er alle Wartungsaktionen über die Bedienoberfläche live mitverfolgen und als Video-Mitschnitt abspeichern.

Hannover Messe 2016 Halle 7 – F28

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