Ein Sensor für alle Fälle

Einfache Integration von Sensortechnik

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06.08.2015 Das Unternehmen Anton Paar hat  es sich zur Aufgabe gemacht, Anlagenbetreiber mit minimalem Aufwand Prozessdaten wie Dichte, Schallgeschwindigkeit, Konzentrationen und Viskosität zuverlässig und mit größter Genauigkeit zur Verfügung zu stellen. Dabei spielt neben der Genauigkeit, Langlebigkeit und Robustheit die einfache Prozessintegration eine entscheidende Rolle.

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Entscheider-Facts Für Betreiber

  • Bei vergleichsweise günstigen Produkten wie einem Sensor übersteigen die Integrationskosten nicht selten die Anschaffungskosten des Betreibers. Hier gilt es also bei der Entwicklung von Sensortechnik anzusetzen.
  • Das modulare Sortiment des Herstellers an Sensoren, Adaptern und Kommunikations-Schnittstellen ermöglicht es Anwendern, die jeweils für ihren Prozess geeignete Lösung zu finden.
  • Das Portfolio deckt dabei Anforderungen zwischen DN 6 bis 450 ab. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kundenspezifische Lösungen umzusetzen.

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Das modulare Portfolio ermöglicht es, die jeweils passende Sensortechnik kostengünstig zu integrieren. Bild: Anton Paar

Was zählt, ist die Zahl unterm Strich: Für die Auswahl der optimalen Prozessmesstechnik spielen die Integrationskosten eine entscheidende Rolle. Denn oft übersteigen die Kosten für den Anlagenumbau den reinen Anschaffungspreis eines Sensors. Entsprechend wichtig ist es, dass der Betreiber die in Frage kommende Sensorik einfach in seine Anlage integrieren kann. Es ist zu klären, welcher Sensor für die jeweilige Aufgabenstellung am besten geeignet ist.

Wartungsfrei und modular
Durch das breite Portfolio an Prozesssensoren ermitteln die Projektingenieure zuerst, welche physikalische Größe den zu messenden Prozessparameter am besten darstellen kann. Dabei stehen dem Applikationsteam  verschiedene moderne Labormesstechniken zur Verfügung. Ein weiterer Vorteil: Sowohl im Prozess als auch im Labor kommt die gleiche Messtechnik zum Einsatz. Oft kristallisiert sich die Dichte als optimale physikalische Größe für die Messung heraus, die allerdings bisher oft den Nachteil hatte, dass die Prozessintegration sehr aufwendig war. Die aktuelle Generation von Dichtesensoren des Herstellers vereint hohe Messgenauigkeit mit der Möglichkeit der einfachen Prozessintegration: Die Dichtesensoren sind leicht und kompakt. Und um auch härtesten Betriebsumgebungen standzuhalten, ist das Gehäuse in Edelstahl ausgeführt. Die Sensoren besitzen keine bewegten Teile und sind wartungsfrei. Das modulare Konzept beinhaltet Sensoren aus unterschiedlichen Materialien und eine Vielfalt von Prozessadaptern. Neben den klassischen Bypass-Adaptern ist auch eine Auswahl von Inline-Adaptern erhältlich, die eine einfache Installation ermöglichen. Verschiedene Kommunikations-Schnittstellen runden die Produktpalette ab und ermöglichen eine einfache Integration. Die von vielen Kunden favorisierte Installation mit Inline-Adaptern stellt die einfachste Lösung der Integration eines Dichtesensors dar. Diese Adapter arbeiten nach dem Staudruckprinzip, auch Pitot-Rohr genannt. Es ist ein klassisches Beispiel für die Anwendung der Gleichung von Bernoulli: Die Applikation nutzt die Fließgeschwindigkeit in der Prozessleitung, um den Dichtesensor mit einem ausreichenden Durchfluss zu versorgen. Die Verluste sind minimal und die laufenden Kosten in Kombination mit den wartungsfreien Sensoren praktisch null. Durch diese Vorteile ist die Installation mit Inline-Adaptern sowohl in der Chemie- und Erdöl- als auch in der Getränkeindustrie stark verbreitet. Die Installation der Sensoren erfolgt typischerweise mit einem DN-50-Flansch, in der Getränkeindustrie mit einem Varivent-N-Flansch. Der Sensor ist ohne zusätzliche Abstützung direkt am Flansch montiert.

Flexibilität für Anwender

Obwohl der Sensor kompakt ist, hat das Messrohr des Sensors einen Durchmesser von 7 mm. Dadurch stellen Partikelverunreinigungen von 1 bis 2 mm Größe je nach Form und Anzahl kein Problem dar. Auch wenn der Kunde eine klassische Bypass-Lösung wünscht oder dies durch die Prozessbedingungen notwendig ist, ist die 7-mm-Durchmesser-Lösung optimal. Dadurch ist es möglich, ein kostengünstiges 10- oder 15-mm-Bypass-System auszuführen, das im Betrieb nur minimale zusätzliche Kosten verursacht. Dem Kunden stehen hierzu unterschiedliche Bypass-Adapter zur Verfügung. Durch den modularen Aufbau des Systems und die damit verbundene Flexibilität konnte das Unternehmen Anforderungen von DN 6 bis 450 realisieren. Zusätzlich besteht seitens des Herstellers die Möglichkeit, kundenspezifische Lösungen umzusetzen.

Heftausgabe: August 2015
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Über den Autor

Gerald Schwarz, Product Management Process Measuring Technology, Anton Paar
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