Gelsenwasser kauft Chemiepark Bitterfeld-Wolfen

23.10.2013 Der Wasser- und Energieversorger Gelsenwasser, Gelsenkirchen, hat 94 % der Anteile an der P-D Chemiepark Bitterfeld Wolfen, der Betreibergesellschaft des Chemieparks, erworben. Dies berichtet Clairfield Deutschland / Syncap Management, die die Verkäufer P-D Group exklusiv bei dieser Transaktion beraten hat.

Anzeige
Gelsenwasser kauft Chemiepark Bitterfeld-Wolfen

Nach den Worten von Henning Deters, Vorstandsvorsitzender von Gelsenwasser, ist sein Unternehmen „wirklich begeistert, der neue Partner der P-D ChemiePark GmbH zu sein“ (Bild: Gelsenwasser)

Die Transaktion wurde nach Freigabe durch das Bundeskartellamt im September 2013 vollzogen. Der neue Mehrheitseigner beabsichtige, weitere Unternehmen langfristig im Chemiepark anzusiedeln und die Investitionen in die Infrastruktur des Gewerbegebietes fortzusetzen, schreibt die Investment-Beratungsgesellschaft. Der Chemiepark auf einer Fläche von 1.400 ha hat noch 170 ha Flächen zur Industrieansiedlung frei. Seit 1991 wurden mehr als 4,5 Mrd. Euro in den Chemiepark investiert, wovon mehr als 280 Mio. Euro allein in Infrastrukturmaßnahmen geflossen sind.

Jürgen Preiss-Daimler, Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender der P-D Group sagte zu dem Verkauf: „Die Chemie stimmt! Wir sind erfreut darüber, mit der Gelsenwasser AG einen würdigen Nachfolger gefunden zu haben, der die ChemiePark Bitterfeld Wolfen GmbH langfristig betreiben wird.“

Auf der Internet-Seite „CPnews Online“ heißt es, dass sich der Käufer Gelsenwasser auf einer Informationsveranstaltung für die Belegschaft des Unternehmens als neuer Partner vorgestellt habe. Dort habe Henning Deters, der Vorstandsvorsitzende von Gelsenwasser, gesagt, sein Unternehmen sei „wirklich begeistert, der neue Partner der P-D Chemiepark GmbH zu sein“. Das Unternehmen sei sehr gut aufgestellt, habe qualifiziertes Personal und blicke in eine gute Zukunft.

Auf der Internetseite von Gelsenwasser gibt es über den Kauf des Chemieparks bislang keine Mitteilung. Gelsenwasser verfügt in Sachsen-Anhalt und Sachsen bereits über mehrere Beteiligungen an Stadtwerken.

Bitterfeld-Wolfen ist einer der größten Chemieparks Europas mit mehr als 360 Industrieunternehmen und über 12.000 Beschäftigten. Der Chemieparkbetreiber stellt dabei umfangreiche Wasserver- und Abwasserentsorgungskapazitäten, den Zugang zu wesentlichen Basis-Chemikalien sowie weitere Dienstleistungen zur Verfügung. Darüber hinaus hält die Betreibergesellschaft 50 % der Anteile an einem Ersatzbrennstoff-Heizkraftwerk sowie 66 % an der örtlichen Großkläranlage mit einer Kapazität von rund 600.000 EW, die zusätzlich über eine anaerobe Vorbehandlungsstufe und eine eigene Klärschlammverbrennung verfügt.

(dw)

Loader-Icon