Große Aufgaben für kleine Schaltschränke

Geräteschutzschalter-Boards dezentral absichern

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26.05.2015 Es ist die Folge immer schneller wechselnder Marktänderungen: Anlagen sollen immer kompakter und modularer und somit immer leichter zu erweitern sein. Für die Signalverarbeitung und Energieverteilung ist dieser Trend zur Dezentralität von großer Bedeutung. Denn über allem steht die Anlagenverfügbarkeit; sie ist entscheidend für den Geschäftserfolg. Welche Konsequenzen hat dies für Branchen wie etwa die Prozessindustrie?

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Entscheider-Facts Für Betreiber

   

  • Anlagenbetreiber setzen mehr und mehr auf modulare Bauweisen, um die Flexibilität der eigenen Produktion zur erhöhen.
  • Hiervon sind logischerweise auch die Signalverarbeitung sowie die Energieverteilung betroffen. Ziel muss sein, die Anlagenverfügbarkeit möglichst hoch zu halten.
  • Mit Geräteschutzschalter-Boards können Betreiber platzsparende Lösungen realisieren, die sie auf ihre jeweilige Anlagensituation anpassen können.

Mehr und mehr kommen hier kleinere, kompaktere Schaltschränke zum Einsatz, die nah an den Verbrauchern einer Produktionseinheit installiert sind. Sie ersetzen gängige Konzepte mit großen zentralen Schaltschränken. Die Vorteile dezentraler Ansätze liegen zum einen in den kürzeren Leitungen – insbesondere bei der Energieversorgung. Damit lässt sich nicht nur Kupfer einsparen; auch die Verlustleistung bei der Energieverteilung verringert sich. Modulare Anlagen werden zudem in kleineren Einheiten errichtet – was künftige Anpassungen oder Erweiterungen erheblich vereinfacht.

Immer weniger Platz im Schaltschrank
Kommen kleinere Schalt- und Versorgungsschränke zum Einsatz, muss der Bauraum für die internen Komponenten zwangsläufig schrumpfen. Das gilt auch für die Energieverteilung, zu der Sicherungs-Komponenten zum Schutz vor Überlast- und Kurzschlussströmen sowie Reihenklemmen zur Verteilung des abgesicherten Potenzials gehören. Eine platzsparende Kombination aus Absicherung und Potenzialverteilung verkürzt auch die Installationszeit. Auch dadurch vereinfachen sich Änderungen und Erweiterungen. In den Schalt- und Energieverteilungsschränken moderner Anlagen kommen Geräteschutzschalter zum Einsatz, um Verbraucher selektiv vor Überlast und Kurzschluss zu schützen.
 
Geräteschutzschalter trennen von derartigen Problemen betroffene Verbraucher punktgenau und schnell von der Stromversorgung ab. Dies verhindert einen Spannungseinbruch an anderen Verbrauchern. Da diese Verbraucher meist an der gleichen Stromversorgung angeschlossen sind, würde die Anlage sonst zum Stillstand kommen. Leitungsschutzschalter oder Schmelzsicherungen, wie sie aus der Gebäudeinstallation bekannt sind, schützen hier nicht – mit derartigen Bauteilen würde am falschen Ende gespart. Die Geräteschutzschalter-Boards der Produktfamilie CBB von Phoenix Contact hingegen ermöglichen eine einfache und platzsparende Energieverteilung. Die Verbraucher werden direkt auf dem Board unterhalb des jeweiligen Schutzschalters angeschlossen. Hierfür stehen vier abgesicherte Plus- sowie vier Minus-Klemmstellen mit je 2,5 mm² zur Verfügung – zusätzliche Reihenklemmen sind also nicht erforderlich. Die Platz- und Zeitersparnis gegenüber einer aufwendigen Verkabelung über zusätzliche Reihenklemmen reduziert die Kosten für die Potenzialverteilung.

Heftausgabe: Juni 2015
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Über den Autor

Carsten Plattmann, Produktmarketing Geräteschutzschalter, Business Unit Trabtech, Phoenix Contact
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