Ineos und Solvay bilden PVC-Gemeinschaftsunternehmen Inovyn

02.07.2014 Das britische Chemieunternehmen Ineos und Solvay in Belgien haben eine definitive Joint Venture-Vereinbarung getroffen, durch die Bildung des Gemeinschaftsunternehmens Inovyn einen führenden PVC-Hersteller zu schaffen. Das neue Unternehmen, das seinen Sitz in London haben wird, hat einen pro-forma-Umsatz von mehr als 3 Mrd. Euro.

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Ineos und Solvay bilden PVC-Gemeinschaftsunternehmen Inovyn

Zu den Chlor-Vinyl-Aktivitäten im Solvay-Werk Rheinberg zählen (Stand Sommer 2013): die Vinyl-Chlorid- und PVC-Produktion sowie die Elektrolyse inklusive der Allylchlorid- und Epichlorhydrin-Produktion mit insgesamt rund 270 Mitarbeitern (Bild: Solvay)

Die beiden Chemieunternehmen bringen dazu ihre Chlorvinyl-Aktivitäten (einschließlich derer bei der Ineos-Tochter Kerling) in das Joint-Venture-Unternehmen ein; es wird 14 Standorte in acht europäischen Ländern haben. Es soll voraussichtlich zum Jahresende den Geschäftsbetrieb aufnehmen, nachdem die von der Europäischen Kommission geforderten Devestitionen umgesetzt sind. Diese betreffenen den Verkauf bestimmter Anlagen von Ineos an den Standorten Tessenderlo (Belgien), Mazingarbe (Frankreich), Beek (Niederlande), Wilhelmshaven (Deutschland) und Runcorn (UK). Die entsprechende Freigabe für Bildung des Gemeinschaftsunternehmens hatte die Kommission im Mai 2014 gegeben.

Das Führungsteam des neuen Unternehmens wird aus Chris Tane als CEO bestehen, Mike Maher als CFO und Julie Taylorson als Einkaufsdirektor (alle Ineos) sowie Filipe Constant als Commercial Director, Jean Michel Mesland als Operations Director und Otto Grolig als General Counsel (von Solvay). Es ist weiterehin geplant, das Solvay das Gemeinschaftsunternehmen nach 3 Jahren verlassen wird und Ineos die alleinige Kontrolle des Unternehmens übernimmt.

Die Vertragsbedingungen für das Gemeinschaftsunternehmen wurden vereinfacht und an das Ausgleichspaket und die herausfordernden Marktbedingungen angepasst. Solvay wird bei Abschluss der Transaktion eine Vorauszahlung in Höhe von 175 Mio. Euro erhalten und Verbindlichkeiten im Wert von 250 Mio. Euro in das Gemeinschaftsunternehmen übertragen.

Solvay wird beim Ausstieg aus Inovyn eine zusätzliche Zahlung von voraussichtlich 250 Mio. Euro erhalten. Die endgültige Summe dieser zusätzlichen Zahlung bei Ausstieg wird abhängig vom durchschnittlichen Rebitda-Ergebnis des Gemeinschaftsunternehmens während dieser drei Jahre berechnet; eine Mindeststumme von 75 Mio. Euro beim Ausstieg wird garantiert.

Weblinks zum Thema
Die deutschsprachige Pressemitteilung von Solvay zu Inovyn mit weiteren Details finden Sie hier. Die englische Pressemitteilung von Ineos finden Sie hier.

(dw)

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