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Infraserv: „Werk“ Gendorf wird zum „Chemiepark“

13.06.2016 Mehr Klarheit hat sich der Chemiestandort Gendorf verordnert: Ab sofort tritt der bayrische Chemiestandort mit einem neuen Namen und Erscheinungsbild auf: An die Stelle des historisch gewachsenen Namens „Industriepark Werk Gendorf“ tritt „Chemiepark Gendorf“.

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Der Standort Gendorf ist der größte Chemiepark in Bayern (Bild: Infraserv Gendorf)

„Mit der Umbenennung wollen wir vor allem mehr Klarheit schaffen“, erklärt Dr. Bernhard Langhammer, der Geschäftsleiter von Infraserv Gendorf. „Der Begriff ‚Werk‘ im alten Namen hat immer wieder verwirrt, denn Industriepark und Werk wurden oft als Gegensatz verstanden. Ein Werk steht ja eher für einen in sich geschlossenen Produktionsstandort, während ‚Park‘ Offenheit verspricht. Außerdem sind wir kein x-beliebiger Industriepark, sondern ein waschechter Chemiepark, in dem auch überwiegend Betriebe aus der Chemiebranche angesiedelt sind.“

 

Infrastruktur auf Chemieunternehmen zugeschnitten, Stoffverbund unter den Produzenten

Im Unterschied zu einem Industriepark ist im Chemiepark Gendorf die gesamte Infrastruktur auf Chemieunternehmen ausgerichtet. Sie versorgt angesiedelte Produktionsunternehmen mit zahlreichen Roh- und Hilfsstoffen, zum Beispiel mit Wasserdampf, Stickstoff und Sauerstoff. Auch die Abwässer werden zentral in eigenen Kläranlagen umweltgerecht aufbereitet. Ein weiterer Unterschied ist der Stoffverbund: Die Unternehmen im Chemiepark Gendorf sind eng miteinander vernetzt. Was die eine Firma herstellt, das dient einer anderen als Ausgangsprodukt. Abfallstoffe werden so zu Rohstoffen. Dadurch werden Transporte vermieden, Ressourcen und Energie gespart und für die Unternehmen reduzieren sich die Kosten. Zusätzlich bietet der Chemieparkbetreiber allen Standortunternehmen Services an, die ebenfalls auf die Chemieindustrie zugeschnitten sind, zum Beispiel in der Logistik und der Instandhaltung.

Ausrichtung auf Weiterentwicklung

Zum neuen Erscheindungsbild des Chemiestandorts gehört auch ein neues Logo (Bild: Infraserv Gendorf)

„Diese klare Ausrichtung auf die Bedürfnisse von Chemieunternehmen wollen wir mit der Umbenennung unterstreichen und stärker bekannt machen – sowohl bei Investoren, die nach einem neuen Standort für ihre Produktion suchen, als auch bei Arbeitnehmern, die uns noch nicht kennen“, erläutert Bernhard Langhammer. Gerade in Zeiten des demografischen Wandels sei es wichtig, Bewerbern zu zeigen, dass sie hier bei Unternehmen an einem innovativen Standort arbeiten können, so Langhammer. „Es war uns daher wichtig, parallel zur Umbenennung unser komplettes Erscheinungsbild zu modernisieren. Denn der Chemiepark Gendorf selbst hat sich auch innovativ weiterentwickelt.“

In 15 Jahren rund eine Milliarde Euro investiert

Insgesamt flossen in den letzten fünfzehn Jahren knapp eine Milliarde Euro in den Chemiepark – sowohl in die Infrastruktur als auch in den Ausbau der Produktionsanlagen der Standortunternehmen. Neue Unternehmen wie zum Beispiel Gore haben sich niedergelassen und mehrere Unternehmen siedelten auch Forschungs- und Entwicklungsprojekte in Gendorf an.

(as)

 

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