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Kooperation: Linde und Evonik wollen enger zusammenarbeiten

05.10.2016 Der Technologiekonzern The Linde Group und das Spezialchemieunternehmen Evonik Industries haben am 30. September 2016 die partnerschaftliche Zusammenarbeit im Bereich membranbasierter Gasseparation bekräftigt.

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Kooperation: Linde und Evonik wollen enger zusammenarbeiten

Im Zuge der bisherigen Zusammenarbeit der beiden Unternehmen entstand bereits eine Referenzanlage in Mankota, Kanada, die bereits im August 2016 den Betrieb aufnahm. (Bild: Linde)

Bekannt gaben die Unternehmen die Pläne im Rahmen des Spatenstichs für die Erweiterung der Membranproduktion von Evonik in Schörfling, Österreich. Der Kern der Zusammenarbeit beruht auf polymerbasierter Membrantechnologie von Evonik, die in Gastrenn- und Aufbereitungsanlagen von Lindes Engineering Division zum Einsatz kommen soll. Damit vervollständigt Linde sein Portfolio und vereint somit alle relevanten Gastrennprozesse in einem Unternehmen. Mittels der Membranen der Marke Sepuran von Evonik ist es möglich, Gase wie Methan, Stickstoff, Helium oder Wasserstoff besonders effizient aus Gasgemischen aufzureinigen.

Tobias Keller, Leiter des Bereichs Adsorptions- und Membrananlagen bei der Linde Engineering Division, erklärt: „Die hochselektive Membran von Evonik in Kombination mit unseren anderen etablierten Gasseparationstechnologien, wie unsere weltweit maßgebende Adsorptionstechnologie, ermöglicht uns eine außergewöhnlich hohe Flexibilität bei der Entwicklung und Anwendung von neuen, effizienteren Aufbereitungsprozessen. Damit stärken wir unsere Position als das führende Unternehmen für Gasseparationstechnologien über den gesamten Lebenszyklus einer Anlage.“

Im Zuge der Zusammenarbeit der beiden Unternehmen ist bereits im August 2016 eine Referenzanlage zur Heliumaufbereitung in Mankota, Kanada, in Betrieb gegangen, die beide Trennverfahren, die Membran- und die Druckwechseladsorptionstechnik kombiniert – die weltweit erste dieser Art. Die Anlage verarbeitet 250.000 m3/d Rohgas und produziert Helium in Industriequalität  (99,999 %).

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