Von der Kartoffelflocke zur Hochtemperaturpumpe

Kreiselpumpenfabrik Emile Egger feiert 70-jähriges Jubiläum

17.08.2017 Es begann mit dem guten Kartoffel-Erntejahr 1944: In einer Kartoffelstärkefabrik in Cressier versagen alle Pumpen, denn sie können das gashaltige Gemisch aus Fruchtwasser, Kartoffelpulpe und Stärke nicht fördern. Daraufhin entwickelt Emile Egger das Egger-Laufrad und setzt dieses in die bestehenden Pumpen ein. Damit rettet er die Produktion.

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Die Fabrikation von Futterflocken in der Stärkefabrik war kriegsbedingt und mit Ende des 2. Weltkriegs wurde auch der Betrieb zurückgefahren. Im Dezember 1946 meldet Emile Egger seine Pumpe in 25 Staaten zum Patent an und eröffnet seine eigene Pumpen-Fabrik. Am 29. Oktober 1947 läuft die erste Drehbank der Pumpenfabrik Emile Egger an und die junge Firma produziert mit zwei Angestellten und zwei Arbeitern die ersten eigenen Pumpen. Im April 1948 wird die Einzelgesellschaft in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt.

Ein Meilenstein in der Firmengeschichte ist die Entwicklung der Turo Freistrom-Pumpe, die Mutter der Vortexpumpen. Im Jahr 1959 meldet das Unternehmen sie in über 30 Ländern zum Patent an. Diese Pumpe mit völlig freiem Pumpendurchgang wird zum Markenzeichen der Firma Egger und trägt entscheidend zum stetigen Wachstum des Unternehmens bei. 1971 verlässt die 10.000. Turo Pumpe das Werk in Cressier. Mitte der 1980er Jahre entsteht die Prozesspumpen-Baureihe EO/EOS als Weiterentwicklung der ursprünglichen Egger-Pumpe.

Chemische Industrie als Kunde

Mit der Einführung der Hochdruckbaureihe HT/HPT Ende der 1990er Jahre erschließt der Pumpenhersteller Märkte für Reaktoranlagen in der chemischen Industrie. Heute können Kunden ihre Pumpen frei konfigurieren und aus metallischen Werkstoffen oder am Markt verfügbaren Abdichtungen wählen. Als unabhängiges Familienunternehmen hat Egger im Laufe der Jahre Tochtergesellschaften in zehn europäischen Ländern, in Asien und in Nordamerika aufgebaut.

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