Spezial-Additive

Lanxess schließt Übernahme von Chemtura ab

24.04.2017 Alle Freigaben erteilt: Der Spezialchemiekonzern Lanxess hat seine Übernahme des US-Unternehmens Chemtura schneller als erwartet erfolgreich abgeschlossen. Mit einem Unternehmenswert von 2,4 Mrd. Euro ist es die größte Akquisition der Konzerngeschichte.

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Das Additiv-Geschäft des übernommenen US-Unternehmens Chemtura bildet

Das Additiv-Geschäft des übernommenen US-Unternehmens Chemtura bildet „eine zusätzliche Starke Säule“ für Lanxess. „ (Bild: Lanxess)

Die Chemtura-Aktionäre hatten der Übernahme bereits im Februar 2017 zugestimmt. Nun haben auch alle zuständigen Behörden ihr Einverständnis gegeben. Chemtura produziert Flammschutz- und Schmierstoff-Additive, die bisherigen Geschäfte stehen für einen Jahresumsatz von rund 1,5 Mrd. Euro. Mit der Übernahme baut Lanxess seine Marktposition im Additivgeschäft deutlich aus. Sein gesamtes Additivgeschäft bündelt der Konzern ab sofort im neuen Segment „Specialty Additives“. In seiner Mitteilung bezeichnet das Unternehmen Additive als eines der attraktivsten Wachstumsfelder in der Spezialchemie. Neben den Additiven integriert Lanxess auch die bisherigen Chemtura-Geschäfte mit Urethanen und Organometallen. Beide Geschäftsfelder sind neu im Portfolio des Konzerns. Für die Urethane entsteht das neue Konzernsegment „Urethane Systems“. Das geschäft mit Organometallen wird im bestehenden Geschäftsbereich „Advanced Industrial Intermediates“ geführt.

„Eine zusätzliche starke Säule“

„Mit der Akquisition von Chemtura kommen wir einen weiteren großen Schritt bei unserer Neuausrichtung voran. Sie ist ein bedeutender Meilenstein auf unserem Wachstumskurs. Das ,neue‘ Lanxess nimmt jetzt immer deutlicher Gestalt an“, sagte der Vorstandsvorsitzende Matthias Zachert, und betonte: „Durch den Ausbau des Additivgeschäfts bekommt Lanxess eine zusätzliche starke Säule. In seiner neuen Aufstellung und mit einem noch besser ausbalancierten Portfolio wird der Konzern erheblich stabiler und noch profitabler. Gleichzeitig stärken wir mit Chemtura unsere Präsenz in der Wachstumsregion Nordamerika deutlich.“

Durch die Übernahme ist Lanxess in Nordamerika deutlich stärker aufgestellt. Dort verfügt der Konzern jetzt über 24 Produktionsstandorte (vorher 12) und beschäftigt rund 2.800 Mitarbeiter (vorher rund 1.500). Der globale Umsatzanteil der Region Nordamerika steigt von rund 17 auf etwa 21 Prozent. Insgesamt übernimmt der Kölner Spezialchemiekonzern weltweit rund 2.500 Chemtura-Mitarbeiter an 20 Standorten in elf Ländern.

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