RWE muss Milliardenverlust verkraften

04.03.2014 Der Energiekonzern RWE hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Rekordminus eingefahren: Auf 2,8 Mrd. Euro summieren sich die Verluste im vergangenen Jahr. Schuld seien Wertberichtigungen im Kraftwerkspark.

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RWE muss Milliardenverlust verkraften

Dem Stromkonzern RWE machen derzeit enorme Verluste im Betrieb konventioneller Kraftwerke zu schaffen (Bild: RWE)

4,8 Mrd. Euro musste der Konzern im Bereich seiner konventionellen Kraftwerke abschreiben. Als Lichtblicke sieht das Unternehmen einerseits das positive Schiedsurteil im Revisionsverfahren mit Gazprom, das im vergangenen Jahr eine hohe Kompensationszahlung zur Folge hatte; andererseits wurden, so RWE, die Effizienz- und Einsparziele früher erreicht als erwartet. Der Konzern hatte sich zum Ziel gesetzt, mit Maßnahmen zur Kostensenkung und Erlössteigerung bis Ende 2014 einen dauerhaften Beitrag zum betrieblichen Ergebnis von 1 Mrd. Euro zu realisieren. Dies wurde bereits 2013 erreicht. Darüber hinaus geht der Konzern davon aus, das Gesamtziel von mindestens 1,5 Mrd. Euro bereits 2016 zu erreichen, also ein Jahr früher als geplant.

Die Stromerzeugung ist im RWE-Konzern 2013 um 5% auf 216,7 Mrd. Kilowattstunden (kWh) gesunken. Hauptgrund war die verringerte konventionelle Erzeugungskapazität. Allerdings produzierte RWE mehr Strom aus erneuerbaren Energien als im Jahr 2012. Der Stromabsatz ist um 2% auf 270,9 Mrd. kWh zurückgegangen.

Der Gasabsatz ist witterungsbedingt um 9% auf 335,0 Mrd. kWh gestiegen. Konzernweit konnten bei Industrie- und Gewerbekunden sowie bei Weiterverteilern Zuwächse realisiert werden.

RWE erneuerte heute die eigene Prognose, nach der das nachhaltige Nettoergebnis in diesem Jahr auf einen Wert zwischen 1,3 und 1,5 Milliarden Euro einbrechen dürfte. Das Betriebsergebnis sieht RWE im Gesamtjahr 2014 bei 4,5 bis 4,9 Milliarden Euro.

Die ausführliche Pressemeldung des Unternehmens finden Sie hier.

(as)

 

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