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Stuxnet-Virus: New York Times-Bericht nennt USA und Israel als Entwickler

17.01.2011 Der auf Industrieanlagen spezalisierte Computerwurm Stuxnet soll vom israelischen und amerikanischen Militär und Geheimdienst entwickelt und in einer Atomanlage in Israel getestet worden sein. Einem Bericht  der US-Tageszeitung New York Times vom Wochenende zufolge hat der Steuerungshersteller Siemens bereits 2008 in Zusammenarbeit mit einem US-Forschungsinstitut die Schwachstellen der Steuerungssysteme identifiziert.

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Stuxnet-Virus: New York Times-Bericht nennt USA und Israel als Entwickler

Der Computervirus Stuxnet soll via USB-Stick verbreitet worden sein (Bild: Fotolia_ elypse)

Im Bericht der Autoren William Broad, John Markoff und David Sanger, die sich wiederum auf Militärkreise berufen, wird angegeben, dass der Virus in der abgeschotteten israelischen Nuklearanlage Dimona in der Negev Wüste getestet wurde. Der Computerwurm kann die Rotationsgeschwindigkeit von Zentrifugen, wie sie zur Urananreicherung verwendet werden, verändern. Der Wurm wurde weltweit in vielen Industrieanlagen – darunter auch in deutschen Chemieunternehmen – gefunden, die mit Siemens-Steuerungssoftware ausgestattet sind und  sorgt seit  Sommer 2010 für Aufregung unter Prozessautomatisierern. Siehe auch frühere Berichte der CT.

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