Gasversorgung im Chemiebecken Antwerpen

Air Liquide und BASF verlängern Verträge

11.02.2020 Air Liquide und BASF haben drei langfristige Lieferverträge für den Standort Antwerpen geschlossen. Der Gaslieferant versorgt den Chemiekonzern dort seit über 50 Jahren, die neuen Verträge sollen auch beim Erreichen von Klimazielen helfen.

Air Liquide beliefert BASF am Standort Antwerpen seit über 50 Jahren. Mit drei neuen Verträgen haben die Partner ihre langfristige Zusammenarbeit vertieft. (Bild: Air Liquide)

Air Liquide beliefert BASF am Standort Antwerpen seit über 50 Jahren. Mit drei neuen Verträgen haben die Partner ihre langfristige Zusammenarbeit vertieft. (Bild: Air Liquide)

Der Gaszulieferer betreibt im Raum Antwerpen fünf Produktionsanlagen. Diese dienen als Grundlage für einen neuen 15-Jahres-Vertrag mit BASF. Bestandteil ist die Versorgung bestehender Anlagen mit Luftgasen sowie Sauerstoff für eine geplante Ethylenoxid-Anlage.

Air Liquide plant außerdem eine neue Anlage zur Stickstoffentfernung (NRU), um BASF mit hochreinem Gas für eine effizientere Produktion von Methylendiphenyldiisocyanat (MDI) zu versorgen. MDI ist ein wichtiger Ausgangsstoff in der Herstellung von Dämm- und Isoliermaterialien. Die NRU soll bis Mitte 2021 den Betrieb aufnehmen.

Darüber hinaus wird der Gaskonzern einen Teil der Methanfraktion, die während des BASF-Produktionsprozesses entsteht, aufkaufen und als Rohstoff in den Wasserstoff-Produktionsanlagen am Standort verwerten. Dieser Beitrag zur Kreislaufwirtschaft soll die CO2-Emissionen am Standort Antwerpen um bis zu 15.000 t/a reduzieren.

„Nachhaltige Lösungen im Einklang mit Klimazielen“

Air Liquide ist ein langjähriger Gaslieferant des integrierten Chemiebeckens von Antwerpen, dem größten in Europa. Die Gruppe beteiligt sich auch aktiv an den Initiativen zur Bekämpfung des Klimawandels im Hafen von Antwerpen. So unterzeichnete der Konzern gemeinsam mit BASF und anderen führenden Akteuren im Dezember letzten Jahres eine Kooperationsvereinbarung, um die Möglichkeiten zur Reduktion von CO2-Emissionen vor Ort zu untersuchen.

„Wir freuen uns, unsere Partnerschaft mit BASF, einem strategischen Kunden der Gruppe, weiter zu stärken“, erklärte Francois Jackow, Executive Vice-President bei Air Liquide. „Der Abschluss dieser neuen Verträge zeigt die umfassenden Fähigkeiten von Air Liquide, innovative und nachhaltige Lösungen zu entwickeln und langfristig Wert für seine Kunden zu schaffen. Sie spiegelt auch unsere Verpflichtung wider, unsere Kunden bei der Bewältigung der Herausforderung der Energiewende im Einklang mit unseren Klimazielen zu unterstützen.“ (ak)

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