Mitsubishi und Shell wollen in Kanada bei Wasserstoffprojekten zusammenarbeiten. Bild: Mitsubishi

Mitsubishi und Shell wollen in Kanada bei Wasserstoffprojekten zusammenarbeiten. Bild: Mitsubishi

Die Produktion von kohlenstoffarmem Wasserstoff durch den Einsatz von Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (CCS) soll in der Nähe von Edmonton, Kanada entstehen. Mitsubishi will die Anlage in der Nähe des Shell Energy and Chemicals Park Scotford in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts bauen und in Betrieb zu nehmen. Shell würde die CO2-Speicherung über das vorgeschlagene Polaris CCS-Projekt bereitstellen. Der kohlenstoffarme Wasserstoff, der gemeinhin als blauer Wasserstoff bezeichnet wird, soll aus Erdgas hergestellt und hauptsächlich auf den japanischen Markt exportiert werden, um saubere Energie zu erzeugen.

165.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr für die Ammoniak-Produktion

Shell hat eine eigene Technologie für die Abscheidung von Kohlendioxid. In Kanada will der Energiekonzern nach eigenen Angaben einen "Standort von Weltrang" schaffen, um Kunden kohlenstoffärmere Brennstoffe, Produkte und Kohlenstoffspeicherung zu bieten.

In der ersten Phase des Projekts sollen per Damfreformierung aus Erdgas etwa 165.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr produziert werden, wobei die Produktion in Abhängigkeit von den Überlegungen in künftigen Phasen gesteigert werden kann. Der Wasserstoff soll in kohlenstoffarmes Ammoniak umgewandelt werden, das für den Export in asiatische Märkte bestimmt ist.

Das Projekt soll in der Nähe der Region Edmonton errichtet werden, die in diesem Jahr zum ersten Wasserstoffzentrum Kanadas ernannt wurde. Der Standort wurde aufgrund der reichlich vorhandenen Erdgasressourcen, der bewährten CO2-Speicherkapazität und der gemeinsamen Infrastruktur ausgewählt. Durch die Ansiedlung in unmittelbarer Nähe von Shell Scotford werden beide Unternehmen potenzielle Synergien in Bezug auf die Flächennutzung und die Integration von Versorgungseinrichtungen untersuchen. Eine enge Kommunikation mit den Interessengruppen wird im weiteren Verlauf der Projektentwicklung ein wichtiger Grundsatz sein.

10 Millionen Tonnen Kohlendioxid können jährlich gespeichert werden

Wenn Polaris CCS fertiggestellt ist und von der Provinz Alberta Pachtverträge für Porenräume erhält und Shell eine endgültige Investitionsentscheidung trifft, könnte es als Speicherzentrum für mehr als 10 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr dienen.

In diesem Jahr hat das japanische Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) einen Fahrplan für die Einführung von Ammoniak-Kraftstoff veröffentlicht. Darin wird die Einfuhr von Ammoniak-Kraftstoff nach Japan für das Jahr 2030 mit 3 Millionen Tonnen pro Jahr angenommen, wobei der Bedarf bis 2050 auf 30 Millionen Tonnen pro Jahr steigen soll.

Im Jahr 2020 veröffentlichte die kanadische Regierung ihre Wasserstoffstrategie für Kanada, die einen ehrgeizigen Rahmen für die Festigung von Wasserstoff als Schlüsselelement auf dem Weg Kanadas zu kohlenstofffreien Emissionen bis 2050 setzt und Kanada zu einem wichtigen Exporteur von Wasserstoff und einem weltweit führenden Unternehmen für Wasserstofftechnologien macht.

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