Endress+Hauser hat in einer virtuellen Pressekonferenz die Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr und den Ausblick für 2021 vorgestellt. Bild: Endress+Hauser

Endress+Hauser hat in einer virtuellen Pressekonferenz die Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr und den Ausblick für 2021 vorgestellt. Bild: Endress+Hauser

„Die Pandemie hat Spuren in unseren Geschäftszahlen hinterlassen“, erklärte CEO Matthias Altendorf bei der Bilanzpressekonferenz in Basel. Der Umsatz der Gruppe sank 2020 um 2,8 % auf 2,577 Milliarden Euro. Grund seien aber vor allem Währungseffekte gewesen – ohne die Abwertung aller maßgeblichen Währungen gegenüber dem Euro wäre der Umsatz vergleichbar mit dem Vor-Corona-Jahr 2019. Von den drei umsatzstärksten Ländern erzielte nur China Wachstum, für den Hersteller nun der größte Einzelmarkt. In Deutschland und den USA dagegen gingen die Verkäufe zurück. Im Gegensatz zur Prozessmesstechnik verzeichnete der Anbieter in der Laborinstrumentierung ein kräftiges Plus. „Zyklische Branchen haben in der Krise gelitten, azyklische blieben stabil“, sagte Matthias Altendorf.

Dass die Marge in der Pandemie nicht gelitten hat, lag an den geringeren Aufwänden für Reisen und Materialaufwand sowie dem Fokus auf ertragsstarkes Geschäft – der Anteil ist gestiegen, weil das Unternehmen weniger Aufträge für eher margenschwacher Großprojekte erhalten hatte. Insgesamt verringerte sich das Betriebsergebnis (EBIT) nur um 1,9 Prozent auf 337,1 Millionen Euro.

Die Zahl der Mitarbeitenden wuchs 2020 um 126 auf weltweit 14.454. Praktisch alle Auszubildenden wurden übernommen. Den Anteil der Frauen in Führungspositionen will Endress+Hauser bis 2030 auf rund 30 Prozent steigern – eine Verdoppelung gegenüber heute. Das Unternehmen hatte seinen ökologischen Fußabdruck bereits in den vergangenen Jahren deutlich verkleinert. Im Pandemie-Jahr sank der Kohlendioxid-Ausstoß weiter von 10,1 auf 8,9 Tonnen je Million Euro Umsatz.

Matthias Altendorf, CEO Endress+Hauser, hat die Bilanz für 2020 vorgestellt. Bild: Endress+Hauser
Matthias Altendorf, CEO Endress+Hauser, hat die Bilanz für 2020 vorgestellt. Bild: Endress+Hauser

Investitionen in Ausbau und Forschung+Entwicklung

Endress+Hauser hat 2020 205,9 Millionen Euro (-10,9 %) vor allem in die Produktion investiert, darunter der Ausbau der Werke im deutschen Maulburg und im schweizerischen Reinach sowie Erweiterungen an den Standorten Gerlingen und Waldheim sowie Aurangabad in Indien. 195,1 Millionen Euro gab das Unternehmen für Forschung und Entwicklung aus. 276 Erfindungen meldete Endress+Hauser erstmals zum Patent an, 42 weniger als 2019. Für den CEO zeigt sich hier der Nachteil des Homeoffice: „Die Menschen sind kreativer, wenn sie sich gegenseitig inspirieren und kollaborativ nach Lösungen suchen.“

Für 2021 rechnet der Automatisierungsanbieter mit einem Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. „Das Unternehmen ist in exzellenter Verfassung“, sagte Verwaltungsratspräsident Klaus Endress. „Die Aussichten sind weiter von Unsicherheit geprägt“, betonte Firmenchef Matthias Altendorf. Neben weiteren Pandemiewellen und neuen Virusvarianten bereite die Lieferkette der gesamten Industrie weiterhin Sorgen. Das Unternehmen erhöht deshalb die Vorräte und stärkt das Lieferantennetzwerk.“

Verwaltungsratspräsident Klaus Endress
Klaus Endress ist Verwaltungsratspräsident des Prozessautomatisierungsanbieters. Bild: Endress+Hauser

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