Förderung der Elektromobilität

Batterieproduktion: BASF entscheidet sich für Schwarzheide

13.02.2020 BASF hat Schwarzheide in der Lausitz als Produktionsstandort für Batteriematerialien bekanntgegeben. Die dort geplante Anlage ist Teil eines mehrstufigen Investitionsplans zum Aufbau der europäischen Wertschöpfungskette für Elektrofahrzeuge.

Außenansicht Heizöltanks

Außenansicht Heizöltanks

Ein modularer Aufbau und die Infrastruktur der Anlage in Schwarzheide erlauben einen schnellen Ausbau der Produktionskapazitäten und ermöglichen BASF, die steigende Kundennachfrage für den europäischen Markt für Elektrofahrzeuge zu decken. Pläne für eine Anlage zur Produktion von Batteriematerialien hatte der Konzern bereits im vergangenen Jahr bekanntgegeben. Schwarzheide galt schon früh als wahrscheinliche Standort-Option. Die Anlage in Schwarzheide wird Vorprodukte aus der bereits angekündigten BASF-Anlage in Harjavalta/Finnland verwenden. Das Unternehmen plant, die beiden Anlagen im Jahr 2022 in Betrieb zu nehmen.

Europa-basierte Lieferkette

„Die Anlagen in Finnland und Deutschland werden unseren Kunden einen zuverlässigen Zugang zu maßgeschneiderten, hoch nickelhaltigen Kathodenmaterialien in der Nähe ihrer europäischen Produktionsstätten bieten“, sagt Dr. Peter Schuhmacher, Präsident, Unternehmensbereich Catalysts, BASF. Die Kathodenmaterialien von BASF sollen die Leistung von Batterien steigern und somit den Erfolg einer klimafreundlichen Mobilität fördern. Die neue Anlage wird Kathodenmaterialien mit einer Anfangskapazität produzieren, die eine Ausstattung von rund 400.000 vollelektrischen Fahrzeugen pro Jahr mit BASF-Batteriematerialien ermöglicht. Mit den Investitionen in Finnland und Deutschland will BASF zum Hauptlieferant von Kathodenmaterialien mit lokalen Produktionskapazitäten in den heutigen drei Hauptmärkten – Asien, USA und Europa werden. Der Konzern strebt eine zuverlässige, nachhaltige und europabasierte Lieferkette an, die Basismetalle, insbesondere Nickel und Kobalt, die Produktion von Vorprodukten und Kathodenmaterialien innerhalb einer Region umfasst.

Der Standort in Schwarzheide nutzt ein energieeffizientes Gas- und Dampfturbinenkraftwerk, das nach dem Prinzip der Kraft-Wärmekopplung arbeitet. Derzeit wird es modernisiert, um die Ökoeffizienz weiter zu steigern. Bis zur Inbetriebnahme der Anlage für Batteriematerialien ist zudem die Integration erneuerbarer Energien geplant. Die Anlage in Harjavalta wird erneuerbare Energien, einschließlich Wasser-, Wind- und Biomassekraft, nutzen. Dieser Energiemix soll es ermöglichen, Kathodenmaterialien mit einem sehr niedrigen CO2-Fußabdruck anzubieten.

Mit den Investitionen in Harjavalta,Finnland, und Schwarzheide, Deutschland, bekräftigt BASF die Unterstützung für die Agenda der Europäischen Kommission in Richtung einer europäischen Wertschöpfungskette für die Batterieproduktion. Sie sind Teil des wichtigen Vorhabens von gemeinsamem europäischem Interesse („IPCEI“), das am 9. Dezember 2019 von der Europäischen Kommission gemäß den Beihilfevorschriften der Europäischen Union genehmigt wurde. (ak)

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