Industriegas-Gigant

Linde-Praxair-Fusion: Schmerzgrenze für Zugeständnisse überschritten

23.08.2018 Die Hürden für Linde zur Fusion mit Praxair sind noch höher als gedacht: Der Industriegas-Konzern geht nun endgültig davon aus, dass die von den Kartellbehörden geforderten Zugeständnisse die selbst gesetzte Obergrenze überschreiten werden. Die beiden Unternehmen müssen sich jetzt unter hohem Zeitdruck neu beraten.

Anzeige
LindePR_transport_3387_8402_CMYK16_8002

Die Fusion zum größten Industriegas-Konzern der Welt wackelt weiter. (Bild: Linde)

Linde und Praxair hatten in der Fusionsvereinbarung vereinbart, höchstens Geschäfte im Umfang von  3,7 Mrd. Euro Umsatz abzutreten, um die Kartellbehörden zu einer Zustimmung zu bewegen. Oberhalb dieser Grenze könnten beide Unternehmen die Fusion noch absagen. Linde hat nun mitgeteilt, dass die Hürde wohl gerissen wird. Möglichen weiteren Zugeständnissen müssten beide Partner neu zustimmen.

Neue Gespräche angekündigt

„Linde und Praxair setzen ihre konstruktiven Gespräche miteinander fort und diskutieren mit den Wettbewerbsbehörden, wie deren Anforderungen erfüllt werden können“, heißt es in der Mitteilung. Beide Unternehmen haben unter dem Vorbehalt, dass die Fusion zum größten Industriegas-Konzern der Welt gelingt, bereits wesentliche Unternehmensteile abgetreten. Die EU hat die Fusion unter Auflagen genehmigt. Die Zustimmungen aus anderen wichtigen Märkten wie den USA oder China stehen aber noch aus. Allzu viel Zeit bleibt nicht mehr: Die Fusion muss nach deutschem Aktienrecht bis 24. Oktober 2018 formal abgeschlossen sein.

(jg)

Loader-Icon