Im zentralen Tanklager in Ludwigshafen lagert BASF in 68 Tankbehältern flüssige Produktionsstoffe wie Methanol und Naphtha. Insgesamt werden dort 212.000 m³ Flüssigkeiten und fast 40.000 m³ unter Druck verflüssigte Gase gespeichert. (Bild: BASF)

Auf Platz 3 der Chemiestandorte landet das BASF-Gelände in Ludwigshafen (1000 ha). Nach jüngster Erhebung stehen dort noch 50 ha für neue Anlagen zur Verfügung. Bild: BASF

| von Redaktion

BASF-Finanzvorstand Hans-Ulrich Engel sagte in einem Interview mit der Börsen-Zeitung, die Nettoverschuldung des Konzerns werde sich um einen niedrigen einstelligen Milliardenbetrag verringern, nachdem die fusionierte Wintershall Dea ihre Finanzierung auf eigene Beine gestellt hat. BASF ist derzeit noch Mehrheitseigner, will sich aber schrittweise von den Anteilen trennen.

Die Fusionspartner hatten den Deal im Mai 2019 abgeschlossen. Im zweiten Halbjahr 2020 soll das entstandene Unternehmen in Frankfurt an die Börse gehen. Zum Zeitpunkt des Börsengangs wird BASF voraussichtlich noch 73 % der Anteile halten. Der Zeitpunkt der Anteilsverkäufe soll den Marktgegebenheiten folgen. „Es gibt operativ noch einiges zu tun, um die Synergien zu heben“, so Engel.

Die Trennung von der Öl- und Gas-Tochter bedeutet für BASF auch den Verzicht auf eine umsatzstarke Sparte. Darum will sich der Konzern stark auf den Ausbau des verbliebenen Portfolios konzentrieren. Dies soll durch Forschung und Entwicklung, aber wo möglich auch durch Akquisitionen geschehen. Letztere können jedoch „in der Chemiebranche seit einigen Jahren nicht mehr als preiswert bezeichnet werden“, betont Engel, sodass der Konzern dort zurückhaltender sei. Alles in allem sei der Konzern durch den Portfolioumbau bereits „wetterfester geworden“. (ak)

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