Wacker: Deutschland-Geschäft rettet 3. Quartal

Das globale Marktumfeld gestaltet sich schwierig, dafür konnte das Unternehmen im deutschen Heimatmarkt punkten. (Bild: Wacker)

| von goebelbecker

Die Stellen sollen demnach vor allem in den Verwaltungsbereichen des Konzerns sowie den indirekten und nicht operativen Funktionen der Geschäftsbereiche wegfallen. Darüber hinaus werden etwa 200 Stellen an den Standorten außerhalb Deutschlands abgebaut.

Zumindest der Stellenabbau in Deutschland soll dabei ausschließlich mit sozialverträglichen und freiwilligen Maßnahmen stattfinden, teilte der Konzern mit. Dazu zählen Verrentung, Altersteilzeitregelungen oder Aufhebungsverträge. Betriebsbedingte Kündigungen sind nach der jetzt getroffenen Vereinbarung ausgeschlossen. Festgelegt wurde außerdem, dass Auszubildende bei Eignung weiterhin übernommen werden. Diese Regelung soll sicherstellen, dass Wacker auch künftig über gut qualifizierte Nachwuchskräfte verfügen kann.

Auch Sachkosten eingespart

Juni 2013

Wacker-Standort in Burghausen. (Bild: Wacker)

Bereits Ende 2019 hatte Wacker ein Sparprogramm angekündigt. Das Ziel, durch Reduzierungen bei den Sachkosten und beim Umfang intern erbrachter Leistungen sowie mit einer schlankeren Organisation ab Ende 2022 jährlich rund 250 Mio. Euro einzusparen, hat das Unternehmen nun bestätigt.

Der Gesamtbetrag soll dabei jeweils etwa zur Hälfte aus Sachkosten und Personalkosten kommen. Aus den Einsparungen bei den Sachkosten erwartet Wacker bereits in diesem Jahr mehr als 50 Mio. Euro. 2021 werden es voraussichtlich mehr als 100 Mio. Euro sein. Wesentliche Einsparungen bei den Personalkosten werden dagegen erst ab dem kommenden Jahr erwartet. Den Personalabbau hatte Wacker bereits im Frühjahr 2020 angekündigt.

Schwieriges Lage vor allem beim Polysilicium

Der Chemiekonzern hat mit einem zunehmend schwierigen Marktumfeld zu kämpfen. „Sowohl im Geschäft mit Polysilicium als auch in unseren Chemiebereichen bereiten wir uns auf eine härtere Gangart im Wettbewerb vor. Wir wollen dabei nicht nur Kosten in signifikantem Umfang einsparen, sondern vor allem die Wettbewerbsfähigkeit von Wacker auch für zukünftige Herausforderungen zu stärken und dauerhaft zu sichern“, so der Vorstandsvorsitzende Rudolf Staudigl. (jg)

Die größten Chemiestandorte in Deutschland

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