Propylenesplitter bei der Anlieferung am Kai in Antwerpen. (Bild: Borealis)

Propylenesplitter bei der Anlieferung am Kai in Antwerpen. (Bild: Borealis)

| von Ansgar Kretschmer

Nach der Anlieferung im Hafen per Schiff wurde der Splitter zum nahe gelegenen Standort Kallo transportiert. Bei dem Bauteil handelt es sich um eine Destillationskolonne von 105 m Länge, 10 m Durchmesser und mit einem Gewicht von 1.600 t. Die Kolonne gehört zu den Kernbestandteilen der Anlage. Mit einer Kapazität von 750 kt/a soll die fertige Anlage zu den größten und effizientesten ihrer Art weltweit gehören. Das Projekt mit einer Investitionssumme von rund einer Milliarde Euro ist die bislang größte Investition von Borealis in Europa. Der Betriebsbeginn ist für Ende 2022 geplant.

Die Dehydrierungsanlage sowie flexible, integrierte Steamcracker bilden das Rückgrat des europäischen Olefin- und Polyolefin-Portfolios von Borealis. Der Konzern bezieht Grundstoffe wie Propan, Naphtha, Butan und Ethan aus der Öl- und Gasindustrie und wandelt diese in Ethylen, Propylen und andere hochwertige Kohlenwasserstoffe um. Vor kurzem hat das Unternehmen auch damit begonnen, erneuerbares Propan als Ausgangsmaterial für die Entwicklung und Produktion von erneuerbarem Propylen und Polypropylen zu nutzen. Ethylen und Propylen sind die wichtigsten Bausteine in der petrochemischen Industrie und dienen als Rohstoffe für eine Vielzahl von Produkten. Propylen wird für die Herstellung des Ausgangs-Kunststoffs Polypropylen sowie für die Produktion wichtiger Chemikalien wie Propylenoxid, Acrylnitril, Cumol und Acrylsäure verwendet. (ak)

Anlagenprojekte März bis Mai 2020

 

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