BASF-Steamcracker in Ludwigshafen

Bisher kommen Steamcracker – wie hier in Ludwigshafen – nur mit fossilen Brennstoffen auf Temperatur. (Bild: BASF)

Die drei Partner haben laut einer Mitteilung gemeinsam die elektrischen Heizkonzepte entwickelt und prüfen außerdem den Bau einer Multi-Megawatt-Demonstrationsanlage am BASF-Standort Ludwigshafen. Diese könnte – falls es mit einer Förderung durch die EU klappt – bereits 2023 in Betrieb genommen werden.

Steamcracker spielen eine zentrale Rolle bei der Herstellung von Basischemikalien. Sie benötigen große Mengen Energie, um Kohlenwasserstoffe in Olefine und Aromaten aufzuspalten. Diese Reaktion findet in speziellen Öfen bei Temperaturen von etwa 850 °C statt. Normalerweise werden diese Temperaturen durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe erreicht. Das Projekt verfolgt das Ziel, diesen Prozess künftig durch den Einsatz von Strom zu beheizen und so die CO2-Emissionen zu reduzieren. Bei der Nutzung von Strom aus erneuerbaren Quellen, hat die neue Technologie nach Einschätzung der drei Partner das Potenzial, die CO2- Emissionen um 90 % zu reduzieren.

Linde übernimmt Bau und Vermarktung

Um dies möglich zu machen, haben die drei Unternehmen eine gemeinsame Vereinbarung zur Entwicklung und Pilotierung von diesen neuen Steamcracker-Öfen unterzeichnet. Neben der Erfahrung und den Kenntnissen im Betreiben von Steamcrackern haben BASF und Sabic ihr Fachwissen und geistiges Eigentum auf dem Gebiet der Entwicklung chemischer Prozesse eingebracht, während Linde spezielle Expertise und geistiges Eigentum im Bereich der Entwicklung und dem Bau von Steamcracker-Öfen beigesteuert hat. Darüber hinaus soll Linde die industrieweite Vermarktung vorantreiben.

Unterschiede zwischen klassischem und elektrisch betriebenem Steamcracker
Die Unterschiede zwischen klassischem und elektrisch betriebenem Steamcracker bestehen nicht in den Temeperaturen, sondern im "Treibstoff". (Bild: BASF)

Um dies möglich zu machen, haben die drei Unternehmen eine gemeinsame Vereinbarung zur Entwicklung und Pilotierung von diesen neuen Steamcracker-Öfen unterzeichnet. Neben der Erfahrung und den Kenntnissen im Betreiben von Steamcrackern haben BASF und Sabic ihr Fachwissen und geistiges Eigentum auf dem Gebiet der Entwicklung chemischer Prozesse eingebracht, während Linde spezielle Expertise und geistiges Eigentum im Bereich der Entwicklung und dem Bau von Steamcracker-Öfen beigesteuert hat. Darüber hinaus soll Linde die industrieweite Vermarktung vorantreiben.

Der Technologiesprung markiere einen Meilenstein auf dem Weg zu einer emissionsarmen Chemieindustrie, erklärte Dr. Martin Brudermüller. „Um eine zeitnahe Umsetzung in den Produktionsmaßstab vorantreiben zu können, sind eine Investitionsförderung und wettbewerbsfähige Preise für erneuerbare Energien wichtige Voraussetzungen", betonte der BASF-Chef jedoch.

„Mit diesem Projekt greifen wir Steamcracking-Öfen als eine der größten CO2-Emissionsquellen in der gesamten petrochemischen Wertschöpfungskette heraus. Diese Öfen verwenden eine bewährte und ausgereifte Technologie, die wir jetzt auf eine völlig neue Basis stellen; nicht im Labor, sondern im großen industriellen Maßstab", sagte Jürgen Nowicki, Executive Vice President von Linde und CEO der Anlagenbau-Sparte des Konzerns.

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