Stärkt Resilienz von Downstream-Märkten

BASF erhöht 1,4-Butandiol-Produktion in Ludwigshafen

BASF hat vor, die Produktionsmenge der 1,4-Butandiol-Anlage (BDO) in Ludwigshafen schrittweise zu erhöhen. Damit will der Konzern eine zuverlässige Belieferung seiner europäischen Kunden ermöglichen, die Auswirkungen eines BDO-Antidumpingverfahrens bewältigen.

< 1 min
Die neue Acetylen-Anlage, die die fast 60-jährige alte Anlage am Verbundstandort Ludwigshafen ersetzt, kann jährlich 90.000 Tonnen der vielseitigen Chemikalie produzieren. Etwa 20 Betriebe am Standort Ludwigshafen nutzen Acetylen als vielseitig einsetzbaren chemischen Baustein und Ausgangsstoff für viele Produkte des täglichen Lebens. BASF-Kunden produzieren daraus Arzneimittel, Kunststoffe, Lösemittel, Elektrochemikalien sowie hochelastische Textilfasern zum Beispiel für die Automobil-, Pharma-, Bau-, Konsumgüter- und Textilindustrie. Die Einbindung der Anlage in das Verbundkonzept der BASF bietet die Vorteile einer effizienten Ressourcennutzung, exzellenter Produktionssynergien und kurzer Lieferwege. Damit baut die BASF die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Ludwigshafen langfristig weiter aus. Carsten Triska (links), Schichtführer, und Christian Ackermann (rechts), Anlagenfahrer, bei einem Sicherheitsrundgang in der Acetylen-Anlage.
Eine Acetylen-Anlage des Konzerns in Ludwigshafen.

Laut einer Vorabmitteilung der Europäischen Kommission vom 8. Januar 2026 sollen Importe von BDO aus China, Saudi-Arabien und den Vereinigten Staaten mit vorläufigen Antidumpingzöllen belegt werden, nachdem erhebliche Dumping- und Schädigungsmargen festgestellt wurden. Mit dem schrittweisen Hochfahren der BDO-Produktion in Ludwigshafen plant BASF, die Versorgungssicherheit von Kunden in Europa entlang der Wertschöpfungskette von BDO zu stärken.

In einem Umfeld globaler Marktverschiebungen und zunehmender Regionalisierung werden robuste und verlässliche regionale Produktionskapazitäten für viele nachgelagerte Industrien immer entscheidender."

Verena Siegel, Vice President Global Business Management für Butandiol und Derivate, BASF

Aufgrund der Verbund-Struktur, die die gesamte Acetylen-Wertschöpfungskette umfasst, erhöht die gesteigerte BDO-Produktion des Konzerns auch die Verfügbarkeit von Derivaten wie Tetrahydrofuran, Polytetrahydrofuran und N‑Methyl‑2‑pyrrolidon. Das stärkt Downstream-Märkte, darunter Polymere, Lösungsmittel, Elastomere und Hochleistungsmaterialien, und ermöglicht eine stabile Produktionsplanung.

BDO ist ein Zwischenprodukt für zahlreiche nachgelagerte Märkte, darunter Polymere, Textilien, Automobiltechnik, Pharmazeutika und Konsumgüter. Der Konzern betreibt zwei BDO‑Produktionsanlagen in Ludwigshafen (Deutschland) und Geismar (Louisiana).