Aufbereiten von Altkunststoffen im Rotterdamer Hafen
WPU plant Anlage für chemisches Recycling in Rotterdam
WPU, was zum Energie- und Rohstoffunternehmen Vitol gehört, will im Hafen von Rotterdam eine Anlage für chemisches Kunststoffrecycling errichten. Das Unternehmen visiert eine Verarbeitungskapazität von 80.000 t/a ausgedientem Kunststoff an.
Die Anlage soll Altkunststoff zu Pyrolyseöl verarbeiten.
frimufilms - stock.adobe.com
Die Recyclinganlage soll direkt neben der Raffinerie VPR von Vitol entstehen, wodurch sie gut positioniert wäre, um die recycelten Produkte mit der bestehenden industriellen Infrastruktur im Hafen von Rotterdam und den Endmärkten zu verbinden. WPU arbeitet mit einer eigens entwickelten Batch-Pyrolyse-Technologie und wandelt so Altkunststoff in Pyrolyseöl um, welches wieder zur Produktion von Chemikalien und neuen Kunststoffen genutzt werden kann. Die Pyrolysetechnologie wurde bereits erfolgreich in einer Anlage im dänischen Farevejle eingesetzt, die über eine Recyclingkapazität von 20.000 t/a verfügt.
Die Anlage will das Unternehmen mit Ofentechnologie ausstatten, die darauf ausgelegt ist, Emissionen zu reduzieren und den Energieverbrauch zu senken. Eine ähnliche Technologie ist bereits in der VPR Raffinerie im Einsatz, was zu einer Reduktion der NOx-Emissionen um 50 %, der SO2-Emissionen um 80 % und des Energieverbrauchs um 40 % geführt hat.