Geschäftsbereich Intermediates in Ludwigshafen

BASF stellt Produktion von Säurechloriden und Chlorformiaten auf Ökostrom um

Der BASF-Unternehmensbereich Intermediates hat die Energieversorgung für sein in Ludwigshafen produziertes Portfolio an Säurechloriden und Chlorformiaten (SCF) vollständig auf Strom aus erneuerbaren Energien umgestellt.

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Blick auf den neuen Teil der SCF‑Anlage in Ludwigshafen während der finalen Umbauphase: Produktion von Säurechloriden und Chlorformiaten (SCF) mit Strom aus erneuerbaren Energien reduziert den Product Carbon Footprint um durchschnittlich 19 Prozent.
Blick auf den neuen Teil der SCF‑Anlage in Ludwigshafen während der finalen Umbauphase: Produktion von Säurechloriden und Chlorformiaten (SCF) mit Strom aus erneuerbaren Energien reduziert den Product Carbon Footprint um durchschnittlich 19 Prozent.

Die Maßnahme umfasst rund 25 Produkte sowie sämtliche vorgelagerten Rohstoffprozesse. Durch den Einsatz von 100 Prozent Grünstrom konnte der Product Carbon Footprint (PCF) der betroffenen Produkte im Jahr 2025 bereits um durchschnittlich 19 % gesenkt werden. Für die kommenden Jahre wird eine Beibehaltung dieses Niveaus erwartet. Die Berechnung der Emissionsminderung umfasst die Kategorien Scope 1, 2 und 3.1 und erfolgt auf Basis der ISO-Norm 14067:2018. Die zugrunde liegende Berechnungsmethode wurde vom TÜV Rheinland als wissenschaftlich fundiert und dem Stand der Technik entsprechend bestätigt.

Kapazitätserweiterung durch Anlagenmodernisierung

Flankiert wird die ökologische Umstellung durch eine umfassende Modernisierung der SCF-Produktionsanlage am Verbundstandort Ludwigshafen. Durch diesen Ausbau hat BASF die Produktionskapazität für Chlorformiate und Säurechloride um rund 30 Prozent gesteigert. Mit einer weltweiten Jahreskapazität von insgesamt 60.000 Tonnen – produziert in Ludwigshafen und Yeosu (Korea) – zählt das Unternehmen zu den international führenden Herstellern in diesem Segment.

Die Umstellung ermöglicht Kunden eine Reduktion ihrer eigenen Scope-3-Ziele, ohne dass Änderungen an Produktspezifikationen, Zertifizierungen oder Bestellprozessen erforderlich sind. Die Zwischenprodukte dienen als wichtige Synthesebausteine in verschiedenen Industrien wie der Herstellung von Pharmazeutika, Produktion von Pflanzenschutzmitteln oder Fertigung organischer Peroxide

Dieser Schritt folgt auf die bereits im Vorjahr erfolgte Umstellung des Amineportfolios auf erneuerbaren Strom und ist Teil des Ziels von BASF, die grüne Transformation der Kunden als bevorzugter Partner zu begleiten. Neben den standardmäßigen Reduktionen bietet das Unternehmen weiterhin spezifische biobasierte sowie biomassenbilanzierte (BMB) Varianten für Produkte wie Palmitoylchlorid oder Ethylchlorformiat an, um fossile Ressourcen zu schonen.